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Oberster Intensivarzt Janssens : „Kriegsgewinnler darf es in der Corona-Krise nicht geben“

Uwe Janssens Bild: Auerbach

Noch bleibt der Ansturm auf die deutschen Intensivstationen aus. Doch Knappheit und Kostenanstieg bei Masken und Arzneien machen den Kliniken zu schaffen. Der Präsident der Notfallmediziner, Uwe Janssens, fordert Preisobergrenzen und notfalls Beschlagnahmungen.

          3 Min.

          Professor Dr. med. Uwe Janssens ist Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Herr Professor Janssens, platzen die deutschen Intensivstationen wegen Corona aus allen Nähten?

          Noch ist es zum Glück nicht so weit, aber das kann sich sehr schnell ändern. Wir müssen auf alles gefasst sein. Im Intensivregister unserer Organisation DIVI, an das die Hälfte aller deutschen Intensivstationen ihre freien Betten meldet, sind fast überall noch Kapazitäten frei. Noch sehen wir keine roten Punkte auf der Deutschlandkarte, aber von Entwarnung kann keine Rede sein. In Nordrhein-Westfalen gibt es im Moment zum Beispiel 643 freie Intensivbetten. 108 Corona-Patienten liegen in NRW auf Intensivstationen. Noch besser wäre es natürlich, wenn alle Krankenhäuser verpflichtet wären, sich im Intensivregister anzumelden, dann hätten wir eine bessere Übersicht.

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