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F.A.Z. exklusiv : Stirbt der Krebspatient, bekommt die Kasse Geld zurück

  • -Aktualisiert am

Eine Hand greift in einem Kühlraum der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Life Science Lab GmbH nach Blutproben. Bild: dpa

Für eine extrem teure Krebstherapie verabreden Novartis und ein Krankenkassenverbund eine Erfolgsklausel. „Erfolg“ ist dabei klar definiert.

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          Für viele Schwerkranke sind speziell auf sie zugeschnittene Zelltherapien die letzte Hoffnung. Für die Kassen bedeuten sie mit Behandlungskosten von Hunderttausenden Euro und ungewissem Therapieerfolg eine finanzielle Bürde. Deshalb lässt ein neuer Vertrag aufhorchen, den der Pharmakonzern Novartis mit mittelgroßen Kassen geschlossen hat. Novartis wird nach F.A.Z.-Informationen künftig nach Erfolg bezahlt: Stirbt der Patient, bekommt die Kasse einen Teil der Behandlungskosten zurück.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Das Abkommen gilt für eine im Herbst in Deutschland eingeführte Zelltherapie gegen Blutkrebs. Novartis berechnet für die Therapie mit Kymriah-Car-T-Zellen 320.000 Euro. Die Behandlung könne erreichen, „dass die Erkrankung nicht mehr nachweisbar ist“, schreibt der Konzern. „Damit haben die Patienten eine reelle Chance auf längerfristiges Überleben.“

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