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Fehlzeiten-Report : Beschäftigte sind wieder häufiger krank

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Die längeren Fehlzeiten 2018 erklärt die AOK unter anderen mit einer Erkältungswelle. Bild: dpa

Der Rücken zwickt, das Atmen fällt schwer. Im Jahr 2018 haben die Beschäftigen im Schnitt fast 19,9 Arbeitstage wegen Krankheit gefehlt. Die Befragung der Allgemeinen Ortskrankenkassen zeigt außerdem: Wer im Homeoffice arbeitet ist schneller erschöpft.

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          Im vergangenen Jahr hat jeder bei der AOK versicherte Beschäftigte im Durchschnitt 19,9 Tage wegen Krankheit am Arbeitsplatz gefehlt. Die abermals leichte Erhöhung um 0,5 Tage gegenüber 2017 führte der am Dienstag in Berlin veröffentlichte Fehlzeiten-Report auf eine Erkältungswelle zurück.

          Der Report bezieht sich auf die Daten von gut 14 Millionen Versicherten in mehr als 1,6 Millionen Betrieben. Grund für die Arbeitsunfähigkeit waren laut Bericht neben Atemwegserkrankungen mit rund 53 Prozent Muskel-Skelett-Erkrankungen mit rund 34 Prozent. Psychische Erkrankungen traten bei 11,4 Prozent der Versicherten auf. Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sei allerdings in den vergangenen zehn Jahren konstant gestiegen, zwischen 2009 und 2018 um über 64 Prozent. Außerdem führten diese Erkrankungen zu langen Ausfallzeiten. Mit über 26 Tagen je Fall dauerten sie dem Report zufolge 2018 mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit knapp 12 Tagen je Fall.

          Unterschätzte Risiken in Heimarbeit

          Des Weiteren zeigen sich drei von vier Arbeitnehmern im Homeoffice oft erschöpft. Heimarbeit bringt laut den Krankenkassen neben einer hohen Flexibilität auch eine Reihe von Nachteilen mit sich. Demnach fühlten sich 73,4 Prozent derjenigen, die häufig im Homeoffice arbeiten, in den vergangenen zwölf Monaten erschöpft. Bei denen, die ausschließlich im Büro tätig sind, waren es 66 Prozent. Befragt wurden 2000 Beschäftigte zwischen 16 und 65 Jahren.

           Auch über Wut und Verärgerung klagten im Homeoffice mehr Beschäftigte (69,8 Prozent gegenüber 58,6 Prozent), bei Nervosität und Reizbarkeit waren 67,5 Prozent im Vergleich zu 52,7 Prozent, wie der AOK-Bundesverband mitteilte. „Im Homeoffice verschwimmt die Grenze zwischen Job und Privatleben stärker“, erklärte Helmut Schröder vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WidO). „Damit wächst das Risiko, dass Erholungsphasen schrumpfen.“

          Trotz der höheren psychischen Belastung haben Beschäftigte, die häufig im Homeoffice arbeiten, geringere Fehlzeiten (7,7 Tage), als solche, die nur am Unternehmenssitz tätig sind (11,9 Tage). Ein Grund dafür sei möglicherweise, dass sich Arbeitszeiten im Homeoffice „passgenauer einteilen“ ließen. Letztlich hänge es wesentlich von der konkreten Arbeit und den digitalen Kompetenzen ab, ob sich Vor- oder Nachteile für die Gesundheit ergeben.

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