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F.A.Z. exklusiv : Die Krankenkassen verdoppeln ihren Überschuss

  • -Aktualisiert am

Die Krankenkassen verzeichnen hohe Reserven, weil es Deutschland gerade ziemlich gut geht. Bild: dpa

Wachsende Einnahmen, sinkende Ausgaben: Die robuste deutsche Wirtschaft führt zu großen Milliarden-Reserven der gesetzlichen Krankenkassen.

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          Die gesetzlichen Krankenkassen haben ihren Überschuss zur Jahresmitte verglichen mit dem ersten Quartal mehr als verdoppelt. Ende Juni übertrafen die Einnahmen der 113 Krankenkassen ihre Ausgaben um 1,4 Milliarden Euro.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Angaben von Kassenverbänden. Damit steigen die Reserven der Kassen mehr als 17 Milliarden Euro.

          „Konstant positiv“

          Orts- und Ersatzkassen konnten ihre Überschüsse um jeweils rund 300 Millionen Euro auf 456 und 650 Millionen Euro ausweiten. Auch bei den kleineren Kassenarten geht der Trend nach oben.

          Die Betriebskrankenkassen weiteten ihr Plus um das Fünffache auf 111 Millionen Euro aus, ebenso die Innungskrankenkassen, die auf 93 Millionen Euro kamen. Die Knappschaft nannte 101 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro Ende März. Zusammengerechnet ergibt das ein Plus von 1,4 Milliarden Euro, das ist mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums.

          Als Gründe für den Überschuss nannte der Ersatzkassenverband der F.A.Z. die gute Beschäftigten- und Einkommenslage, die die Einnahmen aus Zusatzbeiträgen wachsen ließ. Auch entwickelten sich die Ausgaben schwächer als im Herbst prognostiziert.

          Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, nannte die Finanzentwicklung der Ortskrankenkassen „konstant positiv“. Er begründete das mit dem anhaltend starken Zuwachs vor allem junger Mitglieder und dem unterdurchschnittlichen Ausgabenanstieg von einem Prozent, womit die AOK „vermutlich wieder deutlich unter Branchendurchschnitt liegen wird“.

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