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Krankenkassen in Geldnot : Polster muss man nutzen

Die Krankenkassen sollten ihre Polster aufbrauchen. Bild: dpa

Dem Gesundheitsfonds fehlen in der Corona-Krise wohl 8 Milliarden Euro. Zum Glück hat er ein dickes Polster angehäuft. Bevor die Krankenkassen nach Zuschüssen rufen, sollten sie darauf zurückgreifen.

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          Der Kampf gegen das Coronavirus wird immer teurer. Für die Rettung von Unternehmen stehen Milliarden bereit, wovon nicht nur die Lufthansa profitiert, sondern über neue Überbrückungshilfen auch kleinere Betriebe. Weitere Riesenbeträge darf man von dem geplanten Konjunkturpaket erwarten.

          Doch es geht nicht nur um Steuergeld, auch die Sozialversicherungen werden in der Rezession gebeutelt. Noch kann niemand seriös sagen, wie viel Geld die Epidemie die gesetzlichen Krankenkassen kosten wird.

          Klar ist aber, dass Mehrausgaben und Einnahmeausfälle Milliardenlöcher reißen. Nach ersten Berechnungen der Ersatzkassen dürften dem Gesundheitsfonds am Jahresende mehr als 8 Milliarden Euro fehlen. Dieser Fonds sammelt die Beiträge der Kassen zunächst ein und zahlt sie dann nach einem bestimmten Schlüssel wieder zurück.

          Glücklicherweise hat er ein dickes Polster von 10 Milliarden angehäuft, die Reserven der Krankenkassen sind noch einmal doppelt so hoch. Bevor sie also nach Steuerzuschüssen und Beitragserhöhungen rufen, sollten diese Rücklagen aufgebraucht werden. Es kann auch nicht schaden, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

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