https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/krankenkassen-droht-hohes-defizit-durch-fluechtlinge-14074502.html

Finanzierungslücke : Krankenkassen droht hohes Defizit durch Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Ein Flüchtling aus Ghana bei einem Arzttermin im Marienkrankenhaus in Hamburg. Bild: dpa

Die hohe Zahl an Flüchtlingen wird sich schon in diesem Jahr stark auf die gesetzlichen Krankenkassen auswirken. Einem Bericht zufolge droht eine Finanzierungslücke von mehreren hundert Millionen Euro.

          1 Min.

          Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach einem Zeitungsbericht ohne mehr Zuschüsse aus Steuergeldern ein hohes Defizit wegen des Flüchtlingszuzugs. Schon in diesem Jahr werde eine Lücke von mehreren hundert Millionen Euro entstehen, weil der Bund für Flüchtlinge und andere Hartz-IV-Empfänger viel zu geringe Krankenkassenbeiträge überweise, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch) unter Berufung auf eigene Recherchen. Im kommenden Jahre werde das Loch dann schon auf über eine Milliarde Euro anwachsen.

          Dem Bericht zufolge werden Flüchtlinge im Sozialsystem nach einer Wartezeit von 15 Monaten normalen Arbeitnehmern gleich gestellt. Wenn sie arbeitslos sind, erhalten sie Hartz-IV-Leistungen. Sie haben Anspruch auf die vollen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassenbeiträge zahlt der Bund. Bei Hartz-IV-Beziehern seien dies rund 90 Euro im Monat.

          Die Zeitung räumt ein, dass noch verlässliche Zahlen fehlten, wie hoch die von Flüchtlingen verursachten Gesundheitskosten tatsächlich seien. Erste Erfahrungswerte aus Hamburg gingen aber von Kosten von 180 bis 200 Euro im Monat aus.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein am 11. Dezember vom Kreml herausgegebenes Bild zeigt Putin auf einer Fregatte in Sewerodwinsk

          Präsidentenwahl in Russland : Putin posiert als Feldherr

          In Moskau feiert eine riesige Schau Russlands „Errungenschaften“ – pünktlich zur Präsidentenwahl. Bei der Verkündung seiner abermaligen Kandidatur inszeniert sich Putin als Oberbefehlshaber.
          Apple-Chef Tim Cook: Apple Pay soll kein Monopol mehr auf dem Smartphone sein.

          Mobiles Bezahlen : Apple möchte sich öffnen

          Apple will seine Schnittstelle auch der Konkurrenz bereitstellen. Apple Pay soll kein Monopol mehr auf dem Smartphone genießen. Gleichzeitig verliert das Unternehmen einen wichtigen Partner. Wie geht es weiter mit dem Bezahldienst?