https://www.faz.net/-gqe-9qss5

Prekäre Lage für Krankenhäuser : Intensivstationen in höchster Not

  • -Aktualisiert am

Leeres Bett in einem Krankenhaus in Düsseldorf Bild: dpa

Der Personalmangel setzt deutschen Krankenhäusern zu: Rettungswagen werden abgewiesen, Abteilungen geschlossen. Was ist da los?

          3 Min.

          In deutschen Krankenhäusern gibt es immer weniger belegbare Intensivbetten. Das liegt nicht an den Betten, sondern am Personal. Weil die Pflegefachkräfte nicht reichen, um die gesetzlichen Vorgaben für die Mindestbesetzung zu erfüllen, müssen immer mehr Stationen Betten zeitweise stilllegen. Klinikdirektoren berichten, dass sogar Rettungswagen abgewiesen würden, obwohl Betten frei seien, denn: Mit einem neuen Patienten rissen die Kliniken ihre Personalquoten.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Dies geht aus einer unveröffentlichten Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DIK) hervor, die der F.A.Z. vorliegt. Darin haben 37 Prozent der repräsentativ befragten deutschen Krankenhäuser angegeben, Betten auf Stationen für die intensivmedizinische Betreuung zumindest zeitweise stillgelegt zu haben. Weitere sechs Prozent der befragten Kliniken hätten das in Aussicht gestellt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.

          Coronakrise : Kein „Tschernobyl-Moment“

          Chinas Führung kämpft gegen unliebsame Informationen über das Coronavirus. Jetzt hat Staatschef Xi gesprochen. Das zeigt, dass die Lage ernst ist. Problem: Wenn Xi im Spiel ist, muss alles besser werden – zumindest offiziell.