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Annegret Kramp-Karrenbauer : „Mehr Netto vom Brutto bei kleinen Renten“

  • Aktualisiert am

CDU-Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer vergangene Woche auf der Regionalkonferenz in Düsseldorf Bild: Reuters

Viel Zeit, sich vor der Entscheidung über den neuen CDU-Vorsitz noch zu profilieren, bleibt den Kandidaten nicht mehr. Annegret Kramp-Karrenbauer meldet sich nochmal zu Wort: Sie will Bezieher kleiner Renten entlasten.

          Kurz vor der Entscheidung über den CDU-Vorsitz hat Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer Entlastungen für Bezieher kleiner Renten vorgeschlagen. „Ich möchte den Blick auf kleine Renten richten und die alte Regel „Mehr Netto vom Brutto“ anwenden“, sagte die CDU-Generalsekretärin der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag). Sie will bei den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ansetzen: „Bei diesen Beiträgen sollten wir die Menschen entlasten.“

          Dem Bericht zufolge stellt sie sich vor, dass diese Beiträge bei Renten von etwa bis zu 500 Euro komplett von der Rentenversicherung bezahlt werden. Bei Renten von bis zu 1000 Euro sollen die Beiträge sich demnach langsam dem normalen Arbeitnehmeranteil annähern. Zur Finanzierung will Kramp-Karrenbauer Steuermittel heranziehen.

          Mit dem Vorschlag grenzte Kramp-Karrenbauer sich auch von ihrem Konkurrenten um die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Chefin, Friedrich Merz, ab. Der frühere Unionsfraktionschef hatte am Wochenende mit dem Vorschlag Schlagzeilen gemacht, die private ergänzende Altersvorsorge über Aktien steuerlich zu begünstigen.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der die Kandidatur von Kramp-Karrenbauer unterstützt, wandte sich gegen eine Sonder-Förderung für Altersvorsorge über Aktien. „Ich habe nichts dagegen, künftig auch den Erwerb von Aktien zu fördern, aber der Aktienerwerb darf gegenüber allen anderen Anlageformen nicht etwa durch einen Extra-Freibetrag bevorzugt werden“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

          Der CDU-Bundesparteitag entscheidet am Freitag über die Merkel-Nachfolge. Kramp-Karrenbauer und Merz gelten als die beiden aussichtsreichsten Kandidaten. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) tritt bei der Wahl an.

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