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Exekutivdirektor für Weltbank : Neue Umweltministerin Schulze baut Ministerium um

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Nachdem Svenja Schulze mit großem Tross ins Entwicklungsministerium einzog, ist die Personalie ein Signal an die Mitarbeiter: Ihr werdet ernst genommen.

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          Der neue Exekutivdirektor bei der Weltbank kommt aus dem Entwicklungsministerium. Nach Informationen der F.A.Z. wird Michael Krake in Washington Gunther Beger ersetzen, der nach nur einem Jahr abberufen wird. Der 49 Jahre alte Ökonom aus Siegen war schon vergangenes Jahr dessen Nachfolger als Leiter der Abteilung „Globale Gesundheit, Wirtschaft, Handel, ländliche Entwicklung“ – wenn auch nur kommissarisch. Momentan steht er wieder einer Unterabteilung vor, die sich unter anderem um die Lieferketten kümmert. Mit diesem Thema hat sich Krake schon länger beschäftigt.

          Farbenwechsel im Finanzministerium

          Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat kurz nach ihrem Amtsantritt im Dezember angekündigt, stärker mit internationalen Partnern zusammenarbeiten zu wollen. Sie dürfte somit die Vertretung Deutschlands im Gouverneursrat meist selbst wahrnehmen – anders als ihr Vorgänger Gerd Müller (CSU), der sich oft durch den damaligen Finanzstaatssekretär Wolfgang Schmidt (SPD) vertreten ließ. Dieser ist aber nun nach der Wahl zum Kanzleramtsminister aufgestiegen. Als bekannt wurde, dass Schulze Beger zu ersetzen gedenkt, gab es Spekulationen, ob ihm Jakob von Weizsäcker in Washington nachfolgt. Dieser ist Chefvolkswirt im Finanzministerium, hat also eng mit Schmidt zusammengearbeitet. Nach dem politischen Farbenwechsel im Finanzministerium ist absehbar, dass der frühere SPD-Europapolitiker von Weizsäcker unter Lindner (FDP) keine große Zukunft haben wird.

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