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Korruptionsvorwürfe : Airbus droht peinlicher Rückschlag

Eurofighter Typhoon Bild: Reuters

„Luftraumüberwachung ohne Eurofighter“: Nach neuen Erkenntnissen um die Korruptionspraxis des Airbus-Konzerns will Österreich nun einen Großauftrag stornieren.

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          Trotz der jüngsten Strafzahlung in Milliardenhöhe für die jahrelange Korruptionspraxis im Konzern reißen für Airbus die Hiobsbotschaften nicht ab. Während die österreichische Regierung wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen beim Verkauf von Eurofighter-Kampfjets einen Schadensersatz vom deutsch-französischen Konzern fordert, lässt die Regierung in Kuwait prüfen, ob bei der Bestellung von Passagierjets Korruption mit im Spiel war. Ein parlamentarischer Ausschuss sei mit der Untersuchung befasst, teilte die nationale Anti-Korruptionsbehörde mit.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
          Ulrich Friese
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch das jetzt in der Kritik stehende Rüstungsgeschäft liegt schon Jahre zurück. Schon 2003 hatte die Regierung in Wien beschlossen, 18 Eurofighter von Airbus für die Überwachung ihres nationalen Luftraumes zu kaufen. Kurz danach wurde die Bestellung auf 15 Jagdbomber reduziert. Doch mit dem bislang größten Rüstungsauftrages ihres Landes im Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro fühlten sich die Politiker von den Airbus-Managern massiv getäuscht. Danach sollen Schmiergeldzahlungen an diverse Politiker geflossen sein, um sich gegenüber amerikanischen Bieterkonkurrenten Vorteile zu verschaffen.

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