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Kontrollaktion in Frankfurt : Polizei findet „schwerwiegende Mängel“ bei 24 von 27 Fernbussen

  • Aktualisiert am

Fernbusse haben offensichtlich häufig Mängel. Bild: dpa

Poröse Reifen und übermüdete Fahrer: Die Polizei hat in Frankfurt Fernbusse überprüft und kam zu einem erschreckenden Ergebnis. Dringend notwendige Reparaturen werden offenbar hinausgeschoben.

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          Bei einer groß angelegten Überprüfung von Fernbussen am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main hat die Polizei teils „schwerwiegende Mängel“ beanstandet. Insgesamt 150 Einsatzkräfte hätten am Sonntag 27 Fahrzeuge des nationalen und internationalen Linienverkehrs kontrolliert, teilte die Polizei am Montag mit. Nur drei Busse seien ohne Beanstandungen durch die Kontrollen gekommen.

          Vier Bussen wurde demnach die Weiterfahrt gänzlich untersagt. Grund seien etwa „poröse Reifen“ oder „ausgeschlagene Lenkkopflager“ gewesen, teilte die Polizei mit. Auch die Lenkzeit, die Fahrer hinter dem Steuer verbringen dürfen, sei zum Teil erheblich überschritten worden. Bei den vier Bussen handelte es sich demnach sowohl um nationale als auch ausländische Unternehmen.

          Leider sei das Ergebnis der Überprüfung keine Ausnahme, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Immer wieder würden bei Kontrollen von Fernbussen „erhebliche Mängel“ festgestellt - so würden etwa dringend notwendige Reparaturen hinausgeschoben. „Billig kommt nicht von ungefähr“, kritisierte der Sprecher mit Blick auf die teils sehr günstigen Angebote von Fernbus-Unternehmen in Deutschland.

          Der Markt für Fernbus-Reisen dürfte sich auch in diesem Jahr weiter rasant entwickeln: Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) schätzt, dass insgesamt 25 Millionen Menschen bis Ende 2015 in einen Fernbus gestiegen sein werden - voraussichtlich rund sieben Millionen mehr als im vergangenen Jahr.

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