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Konsumgüter : Rekordgewinn dank Nivea

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Umworbener Klassiker Bild: Beiersdorf

Nivea-Hersteller Beiersdorf hat das abgelaufene Jahr abermals mit einem Rekordergebnis beendet. 2003 soll der Umsatz um fünf Prozent steigen.

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          Nivea-Hersteller Beiersdorf hat im vergangenen Jahr abermals ein Rekordergebnis eingefahren. Bei einem Umsatz von 4,7 (Vorjahr: 4,5) Milliarden Euro kletterte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 470 (428) Millionen Euro. Damit liegt das Ergebnis um zehn Millionen Euro über der Prognose vom November und entspricht einer Umsatzrendite von zehn Prozent.

          Der Jahresüberschuss erhöhte sich nur leicht von 285 auf 287 Millionen Euro, doch hängt dieser geringe Anstieg mit Sondereffekten im Vorjahr zusammen. Beiersdorf hatte ein Unternehmen mit hohem Extragewinn verkauft, der 2002 nicht wieder anfiel.

          Wachstumsmotor Nivea

          Beiersdorf verdankt das Wachstum im wesentlichen seiner cosmed- Sparte mit der Weltmarke Nivea, die um 7,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zulegte. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum sogar 10,3 Prozent. Allein der Nivea-Umsatz erreichte 2,6 Milliarden Euro. Die Sparte steuert den Großteil zum Gewinn des Konzerns bei und erreicht eine Umsatzrendite von 13 Prozent vor Zinsen und Steuern. Dagegen liegt die Umsatzrendite der kleineren Geschäftsfelder medical (Hansaplast) und tesa unter vier Prozent.

          Beiersdorf erwarte im laufenden Jahr ein weiterhin schwieriges Umfeld, ein Umsatzwachstum von über fünf Prozent und eine weitere Ergebnisverbesserung. An der Börse konnte die Beiersdorf-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um bis zu 1,5 Prozent zulegen.

          Umworbene Marke

          Beiersdorf zieht gegenwärtig vermehrtes Interesse auf sich, weil große Markenartikler wie Procter & Gamble oder L'Oreal gern die Marke Nivea vermarkten würden und deshalb über einen Einstieg bei dem Hamburger Unternehmen nachdenken. Bislang jedoch hat die Allianz Versicherung, die mehr als 40 Prozent der Anteile hält, noch nicht über einen Verkauf entschieden. Auch die Tchibo-Holding der Hamburger Unternehmerfamilie Herz würde ihren Anteil von 30 Prozent gern aufstocken, wehrt sich aber gegen eine Mehrheitsübernahme von außen.

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