https://www.faz.net/-gqe-6vtqb

Konjunkturprognose : Verbraucher bewahren Deutschland vor der Rezession

  • Aktualisiert am

Beflügelt von der noch guten Arbeitsmarktlage und der günstigen Einkommenssituation rechnet das Ifo-Institut damit, dass die Bürger mit ihrem Privatkonsum das Wachstum anschieben Bild: dapd

Das Ifo-Institut erwartet für das kommende Jahr 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum und ist damit deutlich pessimistischer die Bundesregierung. Doch eine Rezession werde sich nicht wiederholen, sagt Ifo-Chef Sinn.

          Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr kräftig nach unten korrigiert. Die Konjunktur werde im Winter in einen Abschwung geraten und im gesamten nächsten Jahr nur um magere 0,4 Prozent zulegen, teilten die Münchner Forscher am Mittwoch zu ihrer neuen Prognose mit. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte: „Der Aufschwung ist zu Ende. Aber 2008 wird sich nicht wiederholen, wir fahren nicht vor die Wand, es geht glimpflich aus.“

          Die Schuldenkrise und die abflauende Weltwirtschaft belasteten und sorgten dafür, dass die Firmen weniger investieren. Beflügelt von der noch guten Arbeitsmarktlage und der günstigen Einkommenssituation dürften hingegen die Bürger mit ihrem Privatkonsum das Wachstum anschieben. „Daher ist zu erwarten, dass Deutschland - anders als viele europäische Partnerländer - nicht in eine Rezession gerät.“

          Im Gemeinschaftsgutachten der Forschungsinstitute vom Oktober hatten die Wissenschaftler noch 0,8 Prozent Wachstum erwartet. Die Bundesbank hatte ihren Ausblick vor wenigen Tagen von ursprünglich 1,8 Prozent auf 0,6 Prozent reduziert. Das Hamburger HWWI-Institut rechnet aktuell mit 0,5 Prozent. Die Regierung geht von einem Prozent Wachstum aus.

          Die Münchner stellen ihre Prognose allerdings unter den Vorbehalt, dass sich die Schuldenkrise in der Euro-Zone nicht weiter verschärft und sich Italien wie bisher am Kapitalmarkt finanzieren kann. Zudem sei im Basisszenario unterstellt, dass die
          Weltwirtschaft langsam wieder Tritt fasst. Für die Euro-Zone erwartet das Ifo allerdings, dass die Wirtschaft 2012 insgesamt um 0,2 Prozent schrumpft.
           

          Weitere Themen

          Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg Video-Seite öffnen

          Saudi-Arabien : Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg

          Nach den Drohnenangriffen auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien wird mit einem Anstieg der Ölpreise gerechnet. Die Angriffe verschärfen die angespannte Lage in der Golfregion und führten zum Einbruch der Ölproduktion in Saudi-Arabien.

          Hat Donald Trump die Verfassung gebrochen?

          Klage von Hoteliers : Hat Donald Trump die Verfassung gebrochen?

          Trump schädige ihr Geschäft, indem er Diplomaten nötige, in seinen Hotels abzusteigen, monieren Gaststättenbetreiber. Damit haben sie vor einem New Yorker Gericht einen Etappensieg errungen. Nun könnte der Surpreme Court den Fall an sich ziehen.

          Topmeldungen

          Braunkohlekraftwerk Jänschwalde hinter dem ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord

          Details des Klimapakets : Wer hat’s erfunden?

          Kommenden Freitag soll das Klimapaket beschlossen werden. Um die entscheidenden Details wird bis zuletzt gerungen: Offen ist vor allem die Frage, wie viel die Tonne CO2 kosten soll.
          Der frühere türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu trat am Freitag mit fünf anderen Politikern aus der AKP aus.

          Austritte aus der AKP : Rebellion gegen Erdogan

          Einige prominente Politiker sind aus der türkischen Regierungspartei AKP ausgetreten, um ihre eigenen Bewegungen zu gründen. Für den türkischen Präsidenten Erdogan könnte es eng werden.
          Schild vor dem Trump Hotel in Washington, 21. Dezember 2016

          Klage von Hoteliers : Hat Donald Trump die Verfassung gebrochen?

          Trump schädige ihr Geschäft, indem er Diplomaten nötige, in seinen Hotels abzusteigen, monieren Gaststättenbetreiber. Damit haben sie vor einem New Yorker Gericht einen Etappensieg errungen. Nun könnte der Surpreme Court den Fall an sich ziehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.