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Die neuesten Entwicklungen : Zyperns Banken bleiben bis Dienstag geschlossen

  • Aktualisiert am

Demonstranten gegen das Sparpaket in Zypern Bild: dpa

Nach der Ablehnung des Rettungspakets sind Zyperns Banken in höchster Gefahr. Sie bleiben nach Angaben der Zentralbank bis Dienstag geschlossen. Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit schwierigen Verhandlungen bis zur Lösung. Die neuesten Entwicklungen im Überblick.

          Zyperns Parlament hat das Rettungspaket zurückgewiesen - und jetzt weiß keiner, wie es weitergehen soll. Angela Merkel nennt die anstehenden Gespräche „hart“, auch Frankreichs Präsident François Hollande hat sich gegen eine Aufweichung der Bedingungen ausgesprochen. Am späten Nachmittag wollen die Minister in Zypern neue Lösungen suchen.

          Der Innenminister hält nach Gesprächen mit den internationalen Kontrolleuren inzwischen zwei Großbanken für gefährdet. Für eine könnte es einen Investor geben. Wenn das funktionierte, bräuchte Zypern sogar plötzlich weniger Geld.

          Die wichtigsten Meldungen in Stichpunkten:

          • Kanzlerin Merkel erwartet „harte Gespräche“.
             
          • Zyperns Banken bleiben bis Dienstag geschlossen.
             
          • Zyperns Präsident sucht Hilfe in Frankreich - aber er bekommt dort nur wenig.
             
          • EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sieht im Kampf gegen die Krise keine Alternative zu harten Budgetkürzungen und Strukturreformen
             
          • Der Innenminister hält zwei Großbanken für gefährdet, doch für eine scheint es Verhandlungen mit einem Investor zu geben.
             
          • Der weltgrößte Anleihenhändler Pimco reduziert sein Engagement im Euro.
             
          • Zyperns Finanzminister Michael Sarris ist in Russland, um über Kredite zu verhandeln. Doch bisher haben die Gespräche keine Ergebnisse gebracht.
             
          • In Zypern berät Präsident Anastasiades über die Lage mit den Parteivorsitzenden und dem Erzbischof.
             
          • Zyperns Kirche bietet ihr Vermögen an.
             

          Zyperns Banken bleiben bis Dienstag geschlossen

          Die Banken in Zypern bleiben angesichts der Ungewissheit über den Fortgang des Rettungsprogramms für das Land nach Angaben aus Regierungskreisen bis zum kommenden Dienstag geschlossen. Aus den Kreisen in Nikosia verlautete am Mittwoch, die bereits seit Wochenbeginn geschlossenen Geldhäuser blieben auch am Donnerstag und Freitag zu. Weil die Banken am Wochenende ohnehin geschlossen sind und am Montag ein Feiertag ist, öffnen die Institute frühestens am kommenden Dienstag.

          Kabinett berät am späten Nachmittag

          Am späten Nachmittag will der Ministerrat Zyperns zusammentreten, wie das Büro von Präsident Nikos Anastasiades mitteilte. Danach wird nach Medienberichten auch eine Entscheidung über die Banken-Wiedereröffnung erwartet.

          Schulz: Zypern-Krise muss in der EU gelöst werden

          EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich für eine EU-interne Lösung der Finanzkrise in Zypern ausgesprochen. Indirekt stellte er sich gegen eine russische Beteiligung an der Rettung vor der Staatspleite. „Da muss schon eine Möglichkeit sein im Inneren der Europäischen Union, eine Lösung zu finden“, erklärte Schulz am Mittwoch in Brüssel. Es sei nicht sinnvoll, das Geld in „anderen Teilen des Kontinents“ zu suchen. Russland nannte er explizit nicht. Schulz rief alle Beteiligten dazu auf, schnell eine klare Lösung zu finden, „um zu verhindern, dass die eigentlich beherrschbaren Größenordnungen in Zypern zu einer weiteren Destabilisierung des Euroraumes führen“.

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