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Robuste Weltwirtschaft : Zuversichtlicher Ausblick: Welthandel wächst doppelt so schnell

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Containerschiff im Hafen von New Jersey: Der Welthandel wird dieses Jahr doppelt so schnell wachsen wie vergangenes Jahr, sagt die WTO voraus. Bild: dpa

Die Globalisierung auf dem Rückzug? Die Fachleute der Welthandelsorganisation gehen nun vom Gegenteil aus: Das Wachstums des Handels werde sich verdoppeln dieses Jahr.

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          Der Handel von Waren und Dienstleistungen wird dieses Jahr beinahe doppelt so schnell zunehmen wie im vergangenen Jahr. Das erwarten die Fachleute der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

          Konkret werde der Welthandel dieses Jahr um 2,4 Prozent zunehmen, im Jahr 2016 betrug das Handelswachstum noch 1,3 Prozent gereicht. „Es gibt Gründe für einen vorsichtigen Optimismus“, sagte WTO-Direktor Roberto Azevedo. „Das Handelswachstum bleibt aber fragil und es gibt erhebliche Abwärtsrisiken.“ Dazu trage vor allem die Politik bei.

          „Beschwingte Weltwirtschaft“

          Der amerikanische Präsident Donald Trump etwa hat das enorme Handelsdefizit seines Landes in den Mittelpunkt seiner wirtschaftspolitischen Agenda gestellt. Er erwägt, die Einfuhren mit neuen Steuern oder Zöllen zu verteuern. Damit sollen Firmen dazu bewegt werden, mehr in den Vereinigten Staaten zu fertigen und dort Arbeitsplätze zu schaffen.

          Die Fachleute der WTO lehnen das ab. „Wenn Politiker versuchen, Arbeitsplatzverluste zu Hause mit verschiedenen Restriktionen auf Importe zu belegen, kann das nicht das Wachstum ankurbeln“, sagte Azevedo. „Das könnte sogar zu einer Belastung für die Erholung werden.“

          Wer handelt mit wem? Bild: FAZ.NET / Statista – Lizenz: CC BY-ND

          Zuvor teilten bereits die Fachleute des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit, dass sie zuversichtlich sind für die Weltwirtschaft in diesem Jahr. Für die Industrieländer habe sich der Ausblick verbessert. Aufstrebende Volkswirtschaften werden mehr als drei Viertel zum globalen Wachstum beitragen und weniger entwickelte Länder profitierten von höheren Rohstoffpreisen, sagte IWF-Direktorin Christine Lagarde an diesem Mittwoch in Brüssel. „Alles zusammen genommen, sehen wir eine Weltwirtschaft in beschwingtem Schritt.“ Zahlen werde sie nächste Woche während der IWF-Frühjahrstagung in Washington vorlegen.

          Gleichzeitig warnte Lagarde allerdings auch vor Risiken. Dazu zählte sie in Europa die Bedingungen des EU-Austritts Großbritanniens und das „Schwert des Protektionismus“ über dem Welthandel. Nötig seien mehr internationale Zusammenarbeit und mehr internationaler Handel in einer „hypervernetzten Welt“.

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