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Folgen für die Weltwirtschaft : Coronavirus vernichtet Wachstum

Da war die Welt noch in Ordnung: Eine Venedig-Karnevalistin im vergangenen Jahr Bild: Getty

Die Folgen der Epidemie werden konkret: China verliert Tempo und plant ein großes Konjunkturpaket. Viele Italiener müssen wegen des Virus zu Hause bleiben.

          3 Min.

          Das Coronavirus bedroht mehr und mehr die Weltwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) dämpft wegen der Lungenkrankheit seine Prognose für das laufende Jahr. Für China erwartet er nur noch ein Wirtschaftswachstum von 5,6 Prozent – im Januar waren es noch 6 Prozent gewesen. Das berichtete die geschäftsführende Direktorin des Fonds, Kristalina Georgiewa, am Wochenende auf dem Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure aus der Gruppe der zwanzig großen Wirtschaftsregionen (G 20) in Riad.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Folgen für die Weltwirtschaft sind nach der Einschätzung des Fonds noch begrenzt – aber das war, bevor in Italien ein zweiter Todesfall gemeldet wurde. Rom hat in der Folge mehrere Städte in der Lombardei und Venetien abgeriegelt. Auch in Südkorea spitzt sich die Lage zu, unter anderem kündigte dort der Elektronikkonzern Samsung die Schließung eines Werkes an. Das globale Wachstum soll mit 3,3, Prozent dieses Jahr 0,1 Prozentpunkte geringer ausfallen als im Januar erwartet. Die Vorhersage ist mit großen Unsicherheiten behaftet, da niemand den weiteren Verlauf der Epidemie absehen kann.

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