https://www.faz.net/-gqe-z3je

Wer hat Informationen weitergegeben? : Schäuble lässt Mitarbeiter überwachen

Wolfgang Schäuble im Finanzministerium Bild: Daniel Pilar

Der Finanzminister zieht Konsequenzen aus der Weitergabe eines hausinternen Papiers zur Griechenlandkrise an Medien. Er hat in seinem Ministerium eine Prüfung angeordnet, die den „Maulwurf“ in den eigenen Reihen enttarnen soll.

          1 Min.

          Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt Mitarbeiter systematisch überwachen und ihre Verbindungsdaten von E-Mails, Faxen und Telefonaten auswerten. Dadurch will Schäuble feststellen, wer mit Medienvertretern in Kontakt steht und interne Informationen weiterreichen könnte. Die Überwachung reicht bis zu seinen eigenen Staatssekretären.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Anlass der Aktion ist ein Bericht vom vergangenen Freitag über einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, was Ministerpräsident Georgios Papandreou anschließend dementierte. „Spiegel online“ hatte aus einer internen Vorlage des Bundesfinanzministeriums zitiert, in der vor den Folgen eines Austritts gewarnt wurde.

          Am Abend der Veröffentlichung fand ein geheimes Krisentreffen der Euro-Finanzminister zur Lage Griechenlands statt. Der Bericht hatte Auswirkungen auf den Finanzmärkten. Schäuble äußerte sich selbst skeptisch, ob so der Informant identifiziert werden kann: „Mein Optimismus, dass wir das herausbekommen werden, ist ein begrenzter“, sagte er.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Brexit-Gegner protestieren in London

          Brexit-Abstimmung verschoben : Johnsons Chancen

          Abermals ist es den Brexit-Gegnern gelungen, den Ausstiegsprozess aufzuhalten. Es klingt widersinnig, aber Johnson ist seinem Ziel, einem Austritt Ende des Monats, dennoch ein Stück näher gekommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.