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Links- und Rechtsaußen : Wahl der Radikalen

Hat in den Umfragen gehörig aufgeholt: Jean-Luc Melenchon Bild: AFP

Eine Stichwahl zwischen dem Linksaußen Mélenchon und der Rechtsaußen Le Pen könnte Frankreichs Banken in Turbulenzen bringen. Für Deutschland wäre aber selbst der Mitte-links-Kandidat Macron kein gemütlicher Partner. Ein Kommentar.

          Nichts ist mehr ausgeschlossen in der französischen Präsidentenwahl. Die Kandidaten der politischen Ränder rechts und links sind überraschend stark. Laut Umfragen zum ersten Wahlgang liegen die vier führenden Kandidaten so nah beieinander, dass jeder eine Chance hat, in die Stichwahl zu kommen. Denkbar ist sogar eine Stichwahl zwischen dem Linksaußen Mélenchon und der Rechtsaußen Le Pen.

          Philip Plickert

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Dieses Szenario versetzt nicht nur die französischen Arbeitgeber und die Börsen in Schrecken, auch Zentralbanker sind ernsthaft besorgt, denn Le Pen wie Mélenchon lehnen den Euro in seiner jetzigen Form radikal ab. Offiziell kommentieren will es keiner aus den Zentralbanken, doch ein solcher Wahlausgang könnte Frankreichs Banken in Turbulenzen bringen.

          Auch Macron wäre ein ungemütlicher Partner

          Nun hoffen alle, dass der Mitte-links-Kandidat Macron seinen kleinen Vorsprung behält und dann die Stichwahl für sich entscheidet. Für Deutschland wird aber auch Macron kein gemütlicher Partner. Der Linksliberale fordert Eurobonds, also eine Vergemeinschaftung der Schulden, die zu Lasten Deutschlands ginge, und er hat erst kürzlich Deutschlands wirtschaftliche Stärke als „unerträglich“ bezeichnet.

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