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Kurz vor der Wahl : Amerikanische Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 7,4 Prozent

  • Aktualisiert am

Donald Trump im August in einer Fabrik Bild: AFP

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl gibt es in Amerika gute Wirtschaftsnachrichten: Das Bruttoinlandsprodukt ist von Juli bis September deutlich gestiegen. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind jedoch mau.

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          Die amerikanische Wirtschaft hat nach dem Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr im Sommer-Quartal wieder kräftig Boden gutgemacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet im Rekordtempo um 33,1 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag und damit nur wenige Tage vor den amerikanischen Präsidentenwahlen mitteilte. Fachleute hatten lediglich einen Zuwachs um 31,0 Prozent erwartet, nach einem Minus von 31,4 Prozent im Frühjahr. Umgerechnet in die in Europa übliche Betrachtungsweise entspräche das einem Plus von etwa 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 ging die Wirtschaftsleistung aber um 2,9 Prozent zurück.

          Der Konsum erwies sich im Sommer als Motor des Aufschwungs: Er legte annualisiert um 40,7 Prozent zu, nachdem wegen der Kontaktbeschränkungen und steigender Arbeitslosigkeit im Frühjahr noch ein Minus von 33,2 Prozent zu verzeichnen war. Auch Exporte und Investitionen gingen im Sommer kräftig nach oben.

          Am Arbeitsmarkt zeichnet sich wenige Tage vor der Präsidentenwahl jedoch keine durchgreifende Erholung ab. Insgesamt stellten vorige Woche 751.000 Amerikaner einen Erstantrag auf staatliche Arbeitslosenhilfe und damit weniger als in der Woche davor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer Gesamtzahl von 775.000 gerechnet.

          Die Zahl der Anträge auf staatliche Stütze bleibt trotz des Rückgangs für amerikanische Verhältnisse sehr hoch: Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt lag sie bei 788.000. Im Zuge der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut die Hälfte wieder geschaffen wurde.

          Auch wenn sich im Sommer eine konjunkturelle Besserung abzeichnete, machen sich angesichts des Corona-Infektionsgeschehens wieder Ängste vor einem abermaligen Rückschlag für die Wirtschaft breit. Dies setzte zuletzt auch der Wall Street zu. Amerikas Präsident Donald Trump stellt sich am Dienstag zur Wiederwahl. Er lag in Umfragen zuletzt hinter seinem demokratischen Konkurrenten Joe Biden zurück.

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