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Ratingagentur S&P : Spaniens Bonität knapp über Ramschniveau

  • Aktualisiert am

Spaniens Bonität wird von S&P nur noch knapp über Ramschniveau bewertet Bild: dpa

Die Ratingagentur S&P bewertet die Kreditwürdigkeit Spaniens nur noch mit BBB-Minus. Falls der Reformwille nachlasse, droht eine weitere Kürzung. Als Hauptursache für die Herabstufung führt S&P die verschärfte Rezession an.

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          Die amerikanische Ratingagentur S&P hat die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft. Die Bonität werde nur noch mit BBB-Minus bewertet und damit zwei Stufen niedriger als bisher. Der Ausblick sei negativ, teilte die größte Ratingagentur am Mittwochabend mit.

          Sollte die politische Unterstützung für die eingeleiteten Reformen schwinden und sich die Hilfe der Euro-Zone als unzureichend erweisen, drohe eine weitere Kürzung der Bonität. Diese befindet sich bereits jetzt nur noch knapp über Ramschstatus. Die Nachricht schickte den Euro zum Dollar auf Talfahrt.

          Als Hauptursache für die Herabstufung führten die Bonitätswächter die verschärfte Rezession an, die den Handelsspielraum der Regierung in Madrid einschränke. Zudem sei es wahrscheinlich, dass die steigende Arbeitslosigkeit und die Ausgabenzwänge die Spannungen zwischen der Zentralregierung und den regionalen Parlamenten erhöhten. Katalonien strebt bereits die Unabhängigkeit von Spanien an.

          Durch die Herabstufung bewertet S&P die spanische Kreditwürdigkeit nun wie Moody’s. Auch diese Bonitätswächter prüfen, ob weitere Bonitätssenkungen nötig sind. Die dritte große Agentur Fitch stuft Spanien mit BBB ein und damit eine Note höher als die Konkurrenz.

          Das Mittelmeerland kommt nicht aus seiner schweren Rezession heraus. Das Bruttoinlandsprodukt des hoch verschuldeten Staates  schrumpfte auch im dritten Quartal deutlich. Jeder Vierte ist ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote in die höchste in der Europäischen Union.

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          Für Europa : Das Rating der wichtigsten Länder Bild: F.A.Z.

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