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Linkspartei : Spaniens Podemos fällt in Umfragen tief

  • Aktualisiert am

Podemos-Anhänger demonstrieren in Spanien Solidarität mit Griechenland. Bild: Reuters

Wenn Griechenlands Linksregierung viel erreicht, wird auch die spanische Partei Podemos stark: Das erwarteten viele. Während der Euro-Verhandlungen jetzt ist Podemos in Umfragen tief gestürzt.

          Wenige Monate vor der Parlamentswahl in Spanien verliert die linke Protestpartei Podemos offenbar in der Gunst der Wähler. In zwei am Sonntag veröffentlichten Umfragen kommt sie nur noch auf 15 Prozent. Deutlich mehr Zuspruch erhielten die beiden großen Volksparteien: Die Konservativen von Ministerpräsident Mariano Rajoy kamen in der für die Tageszeitung „ABC“ erstellten Erhebung auf 29,1 Prozent, gefolgt von der größten Oppositionspartei, den Sozialisten, mit 25,1 Prozent.

          Ähnliche Zahlen wies die Umfrage des Internet-Nachrichtenportals larepublica.es auf. Eine vor zwei Wochen veröffentlichte Umfrage für die Zeitung „El Pais“ hatte noch auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den drei Parteien bei der voraussichtlich im November stattfindenden Parlamentswahl hingedeutet. Im Juni erreichte Podemos noch Stimmanteile von rund 23 Prozent.

          Die ersten Umfragen während der Griechenland-Verhandlungen

          Bei den Regionalwahlen im Frühjahr hatten die etablierten Volksparteien herbe Verluste erlitten. Rajoys Partei steht wegen diverser Korruptionsskandale und der Sparpolitik in der Kritik. Das Land leidet trotz anziehenden Wirtschaftswachstums immer noch unter hoher Arbeitslosigkeit.

          Lange war darüber spekuliert worden, ob ein Verhandlungserfolg der griechischen Linkspartei Syriza auch Podemos weiteren Auftrieb geben würde. Die beiden Umfragen sind die ersten, die in die Zeit der harten Griechenland-Verhandlungen fallen.

          Beide Umfragen wurde von den jüngsten Beschlüssen der Euro-Zone zur Rettung Griechenlands erhoben. Für „ABC“ wurden zwischen dem 23. Juni und 8. Juli etwa 1000 Wähler befragt, etwa gleichviele für larepublica.es zwischen dem 1. und 9. Juli.

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