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Europas Schuldenkrise : Spaniens Problembanken verdienen wieder Geld

  • Aktualisiert am

Hauptsitz der Bankia-Gruppe in Madrid Bild: dpa

Im vergangenen Jahr machte die mittlerweile verstaatliche Bankia-Gruppe noch einen Rekordverlust, nun erzielt das Institut wieder Gewinne. Immerhin. Und auch die Arbeitslosigkeit in Spanien sinkt.

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          Gleich drei spanische Krisenbanken haben im ersten Halbjahr 2013 dank Gewinnen im Handel und niedrigeren Abschreibungen wieder ordentlich verdient. Das im Zuge der Krise verstaatlichte Institut Bankia wies einen Gewinn von 200 Millionen Euro aus, teilte es an diesem Donnerstag mit.

          Das ist zwar weniger als Analysten erwartet hatten. Im kompletten Jahr 2012 musste das Geldhaus aber noch ein Minus von 19,2 Milliarden Euro verkraften, der größte Verlust einer Bank insgesamt.

          Spanische Banken leiden nun schon Jahre andauernden Rezession in dem Land und außerdem unter einem Berg fauler Kredite infolge der stark gesunkenen Immobilienpreise.

          Auch die kleineren Finanzinstitute Sabadell und Bankinter bestätigten den Trend zu höheren Gewinnen. Sabadell wies einen überraschend starken Nettogewinn von 123 Millionen Euro aus. Im Falle der Bankinter summierte sich der Überschuss auf 102 Millionen Euro.

          Jobmotor Tourismus

          Unterdessen ist in dem immer noch in einer Rezession steckenden Spanien die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit zwei Jahren überraschend zurückgegangen. Dank einer einträglichen Urlaubssaison sei die Arbeitslosenquote im zweiten Quartal auf 26,3 Prozent von 27,2 Prozent im Vorquartal gesunken, teilte das nationale Statistikamt mit. Damit waren in dem Euroland noch 5,98 Millionen Menschen ohne Job. Es war der erste Rückgang seit dem zweiten Quartal 2011.

          Zuvor befragte Bankenvolkswirte waren für das abgelaufene Quartal von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit ausgegangen. Spaniens Wirtschaft steckt im Grunde in einer Rezession seitdem auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2008 die Preise rasant zu fallen begannen und der Markt insgesamt in Schieflage geriet.

          Der Tourismus macht etwa zehn Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Spanien profitiert in diesem Jahr offenbar auch davon, dass sich viele Europäer nach günstigen Urlaubsalternativen jenseits von Ägypten und anderen nordafrikanischen Krisenländern umschauen.

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