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Schuldenschnitt : Fitch stuft Griechenland herauf

Positive Nachrichten für Griechenland: Der Schuldenschnitt wird gebilligt, Fitch stuft das Land herauf Bild: dpa

Mit der Billigung des zweiten Hilfsprogramms durch die Eurogruppe verschafft sich Griechenland etwas Luft. Die Ratingagentur Fitch stufte das Land nach dem Schuldenschnitt herauf. Risiken aber bleiben.

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          In Reaktion auf die erfolgreich verlaufene Umschuldung in Griechenland hat die Ratingagentur Fitch am Dienstag die Kreditwürdigkeit des Landes heraufgestuft. Fitch versah die neuen Staatsanleihen des Landes mit der Note „B-“ und einem stabilen Ausblick.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Wegen des Schuldenschnitts hatte die Bewertung der alten Anleihen auf beschränkten Zahlungsausfall gelautet. Fitch warnte aber, es gebe weiterhin ein hohes Risiko, dass Griechenland auch die neuen Anleihen nicht bedienen kann, weil es noch immer so hoch verschuldet sei und die Wirtschaft tief in der Rezession stecke.

          Zuvor war bekanntgeworden, dass der Schuldenschnitt in Griechenland dem Land etwas mehr Luft verschafft hat als ursprünglich erwartet. Der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, sagte in der Nacht zum Dienstag in Brüssel, auf der Grundlage der bisherigen Annahmen lasse sich die griechische Staatsschuld bis 2020 auf 117 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) senken.

          In ihrem Beschluss eines zweiten internationalen Hilfsprogramms für Athen vor drei Wochen hatte die Eurogruppe noch mit einer Staatsschuld von 120,5 Prozent des BIP im Jahr 2020 kalkuliert. Der Grund für die Differenz liegt darin, dass sich am Schuldenschnitt nicht nur wie geplant 90, sondern 96 Prozent der privaten Gläubiger beteiligt haben.

          Schuldenstand 2020 wieder bei 145 Prozent?

          Die jetzige Kalkulation bleibt allerdings mit großen Risiken behaftet. Nach einem Bericht der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, gründet die Projektion von 117 Prozent des BIP auf einem optimistischen Szenario.

          Nach einem pessimistischen Szenario könnte der Schuldenstand bis 2020 wieder auf 145 Prozent steigen. Im kommenden Jahr sei allein schon wegen der schweren Rezession abermals eine Quote von deutlich mehr als 160 Prozent zu erwarten. Die Aussicht für eine Rückkehr des griechischen Staates an den Kapitalmarkt bis 2014 sei sehr unsicher.

          Technische Freigabe am Mittwoch

          Die Eurogruppe billigte das Programm von 130 Milliarden Euro unter dem Vorbehalt der Zustimmung einiger nationaler Parlamente; die endgültige technische Freigabe soll in einer Telefonkonferenz an diesem Mittwoch erfolgen. Juncker sagte, er sei sicher, dass das IWF-Exekutivdirektorium den von der geschäftsführenden Direktorin Christine Lagarde zugesagten IWF-Beitrag von 18 Milliarden Euro am Donnerstag freigebe.

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