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Schuldenkrise : Zypern bereitet sich auf Griechenlands Euro-Austritt vor

  • Aktualisiert am

Zyperns Präsident Dimitris Christofias Bild: dapd

Griechenlands Euro-Austritt scheint vielen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Jetzt setzt sogar der Nachbar Zypern eine Arbeitsgruppe ein, um sich dafür zu wappnen.

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          Zypern trifft Vorbereitungen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Der zyprische Präsident Dimitris Christofias hat die Ausarbeitung von Plänen für derartige Szenarien angeordnet. In einem solchen Fall wären die Zustände „chaotisch“ und die Auswirkungen eines solchen Schrittes würden nicht nur in den Euro-Ländern sondern in ganz Europa zu spüren sein, sagte der Präsident auf einer Pressekonferenz.

          Seit Wochen spekulieren Politiker und Medien über einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion und bereiten sich darauf vor. Viele Pläne werden vorgestellt, um den Euro-Abschied möglichst reibungslos zu gestalten - auch wenn griechische Politiker betonen, dass es keine Pläne für einen Austritt gebe. Das Ende des griechischen Euro hat sogar schon seinen eigenen Spitznamen bekommen: „Grexit“.

          Ein Euro-Austritt Griechenlands träfe Zypern besonders hart, weil die Banken des Landes schätzungsweise griechische Verbindlichkeiten in Höhe von 144 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Zyperns in den Büchern stehen haben. Vor allem die zweitgrößte Bank des Landes ist in Griechenland engagiert. Sie bräuchte im Fall eines Austritts vermutlich viel Geld - Christofias wollte deshalb auch nicht ausschließen, dass die Regierung dafür EU-Hilfsgelder in Anspruch nehmen könnte.

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