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Schuldenkrise : Finnland will Gipfelbeschluss blockieren

  • Aktualisiert am

Eine Frau mit Schirm steht vor einer EU-Flagge. Bild: dapd

Die Euro-Rettungsfonds sollen leichter Anleihen von Krisenstaaten kaufen können - so hat es der EU-Gipfel beschlossen. Doch Finnland will diesen Beschluss jetzt blockieren. Auch die Niederlande sind dagegen.

          Finnland will gemeinsam mit den Niederlanden Anleihekäufe des Rettungsfonds ESM auf dem Sekundärmarkt blockieren. Dies erklärte die Regierung in Helsinki am Montag. Der Euro verlor nach der Ankündigung an Wert und wurde mit 1,2638 Dollar gehandelt nach 1,2658 Dollar zuvor. Auch die Aktienmärkte gaben Gewinne ab.

          Vor allem Italien hatte beim EU-Gipfel Ende vergangener Woche darauf gedrängt, dass die europäischen Rettungsfonds unter leichteren Bedingungen durch Anleihekäufe seine Zinskosten senken können. Schon auf dem Gipfel habe sich Finnland gegen den Beschluss ausgesprochen,schreibt die finnische Regierung auf ihrer Webseite. Ein Sprecher des niederländischen Finanzministeriums sprach nicht ausdrücklich vom Blockieren, sagte aber, der Ministerpräsident schätze die Anleihenkäufe nicht.

          Der ESM soll demnächst den vorläufigen Schirm EFSF ablösen. Für beide Fonds ist die Möglichkeit von Anleihekäufen vorgesehen, davon wurde bislang aber kein Gebrauch gemacht. Eine Entscheidung darüber muss im Gouverneursrat der Fonds einstimmig fallen - dort könnten Finnland und die Niederlande dagegen stimmen.

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