https://www.faz.net/-gqe-adcp6

Schock des Lebens : Die Lieferketten leiden unter einem perfekten Sturm

Umschlag am Anschlag: Hafen Qindao im Nordwesten Chinas Bild: Getty

Nach Corona kaufen die Menschen wieder ein und die Fabriken wollen fertigen. Doch Waren bleiben auf der Strecke, Container fehlen überall, die Preise steigen. Wann ist Besserung in Sicht?

          6 Min.

          Kelvin Leung ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Über mehr als 30 Jahre hat er sich im globalen Frachtgeschäft nach oben gearbeitet. Und nun sitzt der Asien-Pazifik-Geschäftsführer des Frachtgeschäfts von Deutsche Post DHL in seinem Homeoffice in Hongkong und sagt: „Es ist der perfekte Sturm. So etwas hat noch nie jemand erlebt.“

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Dabei können sich die Logistiker vor Nachfrage nicht retten. Eine Welt, die im Westen aus dem Corona-Winterschlaf erwacht, die von billigem Geld überschwemmt wird, kauft plötzlich ein, als gäbe es kein Morgen. Die Lager aber sind leer, weil die Firmen während Corona nicht nachbestellen wollten. Doch genau zu dieser Zeit fehlt den Logistikern alles, was sie brauchen, um die Transporte aus den asiatischen Fabriken zu den Käufern in Amerika und Europa sicherzustellen: Es mangelt an freien Kais, es gibt zu wenig Container, Schiffe liegen auf Reede, Arbeiter fallen wegen Corona aus, Grenzen sind gesperrt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nicht viel los: Ein mobiles Impfzentrum in Sachsen

          Nachlassendes Impftempo : Mehr Impfdruck, bitte!

          Sobald Politiker festlegen, dass Geimpfte in der vierten Corona-Welle mehr Freiheiten genießen werden, bricht der Shitstorm los. Aber es wird so kommen. Und es ist völlig legitim.