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Schäuble in Athen : Unter Griechen

Wolfgang Schäuble besucht Athen. Dass Proteste den Besuch begleiten, muss den Deutschen nicht stören.

          1 Min.

          Wolfgang Schäuble ist da, wo er hingehört: in Athen. Hier begann die Euro-Staatsschuldenkrise, hier gibt es regelmäßig Probleme mit verabredeten Reformen, von hier gehen regelmäßig neue Schockwellen in die übrige Währungsunion aus.

          Der Zeitpunkt des Besuchs könnte aus Sicht des Finanzministers nicht besser sein. Erst am Abend zuvor hatte das Parlament in Athen ein Sparpaket gebilligt. Nicht zuletzt wird es die Entlassung von Staatsdienern ermöglichen - eine zentrale Forderung der Troika. Dass Proteste seinen Besuch begleiten, muss den Deutschen nicht stören. Im Gegenteil: So kommt er in der Heimat als harter Hund herüber.

          Zwar gibt es momentan Spekulationen über neue Lücken im Hilfsprogramm. Aber schon länger ist klar, dass nächstes Jahr über weitere Hilfen zu sprechen sein wird. Einen weiteren Schuldenschnitt für private Gläubiger soll es angeblich nicht geben. Doch dass öffentliche Gläubiger um einen Verzicht herumkommen werden, glauben die wenigsten, die sich mit den Zahlen beschäftigen. Für den Athen-Besucher Schäuble zählt derzeit etwas anders: Bis zur Bundestagswahl dürfte es ruhig bleiben, bis dahin ist die Finanzierung des Landes gesichert.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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