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„Mindestens plus 5 Prozent“ : Wirtschaft sagt Trendwende im Russland-Geschäft voraus

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Produktion in Russland: Die Wirtschaft des Landes belebt sich offensichtlich - darauf setzen auch deutsche Firmen. Bild: dpa

Durch die westlichen Sanktionen sind die Geschäfte deutscher Firmen mit Russland deutlich gesunken. Nun sind die Unternehmen wieder zuversichtlicher. Was auch an Russland liegt.

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          Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft erwartet angesichts der wirtschaftlichen Belebung in Russland erstmals seit Jahren wieder höhere deutsche Ausfuhren in das Land. „Insgesamt rechnen wir für 2017 mit einem Anstieg der deutschen Exporte nach Russland von mindestens fünf Prozent“, erklärte der Lobby-Verband an diesem Freitag.

          Nach starken Einbrüchen in den Jahren 2014 und 2015 sei der Trend seit Sommer 2016 wieder positiv. Insgesamt beliefen sich die deutschen Russland-Ausfuhren im vergangenen Jahr auf 21,6 Milliarden Euro, das war ein Minus von 0,3 Prozent.

          Ein schnelles Ende der westlichen Sanktionen gegen Russland erwarten die in dem Land engagierten deutschen Firmen jedoch nicht. Der Ost-Ausschuss setzt sich angesichts dessen für einen „schrittweisen Abbau entlang der im Minsk-Abkommen vereinbarten Schritte“ ein. Das sei der richtige Ansatz.

          Die deutschen Exporte nach Russland haben sich seit dem Jahr 2013 als Folge des Konflikts um die russische Annexion der Krim-Halbinsel halbiert. „Immerhin ist die Phase rückläufiger Ausfuhren jetzt aber durchschritten“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier. Die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen in dem Land haben sich laut Ost-Ausschuss zuletzt deutlich verbessert.

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