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Reallöhne steigen : Die Deutschen haben mehr Geld in der Tasche

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Besonders stark stiegen die Löhne in der öffentlichen Verwaltung. Bild: dpa

Steigen die Löhne stärker als die Inflation, können sich die Menschen von ihrem Gehalt mehr leisten. Das passiert nun schon seit einigen Jahren in Deutschland: Gute Zeiten für den Konsum.

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          Arbeitnehmer in Deutschland haben im zweiten Quartal 2019 unter dem Strich mehr Geld in der Tasche gehabt als ein Jahr zuvor. Die Reallöhne – also die Löhne, gemindert um die Inflation – lagen um 1,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

          Nominal erhöhten sich die Löhne um rund 3 Prozent. Die Teuerungsrate, also der Anstieg der Preise aller Waren und Dienstleistungen, betrug gut 1,6 Prozent. Überdurchschnittlich stark stiegen die Nominallöhne nach Angaben der Statistiker etwa in der öffentlichen Verwaltung (plus 5,9 Prozent), im Grundstücks- und Wohnungswesen (plus 4,7 Prozent), im Baugewerbe sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (jeweils plus 4,2 Prozent). Deutlich geringere Zuwächse als im Durchschnitt gab es im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 0,3 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (plus 0,7 Prozent).

          In der Unterscheidung nach Leistungsgruppen war der Verdienstzuwachs mit jeweils 3,2 Prozent bei den Fachkräften am größten, gefolgt von Arbeitnehmern in leitender Stellung (plus 2,8 Prozent) und den angelernten Arbeitnehmern (plus 2,5 Prozent). Die Verdienste ungelernter Beschäftigter hatten mit 2,2 Prozent die geringste Veränderungsrate, wie das Statistikamt weiter mitteilte.

          Die Reallöhne setzten mit dem Anstieg einen seit Anfang 2014 anhaltenden positiven Trend fort. Haben die Beschäftigten mehr Geld zur Verfügung, stärkt das ihre Kaufkraft. Das kann den Konsum als wichtige Stütze der heimischen Konjunktur ankurbeln.

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