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Preise ziehen an : Inflation im Euroraum steigt auf höchsten Stand seit Herbst

  • Aktualisiert am

Vor allem die Energiepreise in Europa sind gestiegen und treiben die Inflation. Bild: dpa

Die Teuerung in Europa steigt an und bewegt sich in Richtung des Zielwerts der Zentralbank. Verbraucher dürften das an der Zapfsäule oder bei der Heizkostenabrechnung gemerkt haben.

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          Die Inflation im Euro-Raum zieht kräftiger als erwartet an. Im April legte die Teuerungsrate auf 1,7 Prozent zu, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer Schnellschätzung mitteilte. Im März waren die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent gestiegen.

          Die jetzige Teuerung ist die stärkste seit dem vergangenen Herbst, auch wenn sie weiter unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent liegt. Im November hatte die Inflation mit 1,9 Prozent noch etwas höher gelegen.

          Energie ist Preistreiber

          Am stärksten trugen die Energiepreise zur Verteuerung der Lebenshaltungskosten bei. Sie stiegen im April um 5,4 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,9 Prozent und Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak um 1,5 Prozent. Industriegüter wurden dagegen nur um 0,2 Prozent teurer.

          Die Kerninflation legte im April von 0,8 Prozent im Vormonat auf 1,2 Prozent zu. In dieser Betrachtung werden schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausgeklammert. Volkswirte hatten hier lediglich eine Rate von 1,0 Prozent prognostiziert.

          Die EZB strebt knapp zwei Prozent Teuerung als Idealwert für die Konjunktur an. Dieses Ziel wird aber schon seit längerem verfehlt. Experten hatten für April mit einer Teuerungsrate von lediglich 1,6 Prozent gerechnet.

          Im Gegensatz zum Euroraum hat Deutschland das EZB-Inflationsziel inzwischen erreicht. Hier stieg die Inflation im April nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag auf zwei Prozent. Auch hier waren die Energiepreise Hauptfaktor für den Preisauftrieb.

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