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Keynes falsch verstanden : Die Krise als Dauerzustand

John Maynard Keynes während der Bretton-Woods-Konferenz im Jahr 1944, in der es um die wirtschaftspolitische Nachkriegs-Ordnung ging. Bild: AFP

Ökonomen und Politiker auf Abwegen: Expansive Finanz- und Geldpolitik darf nicht dauerhaft sein.

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          Im Januar 1937 veröffentlichte der britische Ökonom John Maynard Keynes in der „Times“ drei Artikel, in denen er vor den Exzessen einer Politik der Konjunkturstimulierung warnte. Obgleich die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien damals noch hoch war, plädierte Keynes angesichts einer in Gang gekommenen Erholung der Konjunktur für eine Rückkehr zu einer zurückhaltenderen Geld- und Finanzpolitik, um das Pulver für eventuelle zukünftige Krisen trocken zu halten.

          Keynes’ Jünger waren von der Botschaft ihres Meisters verstört. Die Botschaft war indessen eindeutig: Expansive Politik ist gerechtfertigt als vorübergehender Behelf in Krisen. Als Dauerlösung eignet sie sich nicht.

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