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Noch mehr Milliarden : Belgien will größeren Euro-Rettungsschirm

  • Aktualisiert am

Viel Geld: Das bis 2013 geltende Paket hat ein Volumen von 750 Milliarden Euro Bild: dpa

Belgien fordert, die Milliardenhilfe für schuldengeplagte Staaten in Europa auszuweiten. Das verlangt der belgische Finanzminister - und auch der IWF sei dafür. Die Bundesregierung lehnt dagegen eine Aufstockung ab.

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          Die EU sollte nach Ansicht Belgiens den Rettungsschirm zur Bewältigung der Schuldenkrise vergrößern. Dem 2013 in Kraft tretenden permanenten Krisenmechanismus müssten weitere Mittel zugeführt werden, sagte der belgische Finanzminister Didier Reynders am Samstag. Falle hierzu eine Entscheidung, sollte die Aufstockung auch bereits dem vorübergehenden Schutzschirm zugute kommen.

          „Wir müssen die Gesamtsumme des verfügbaren Geldes für den ab 2013 geltenden permanenten Mechanismus erhöhen“, sagte Reynders. Er setze sich zwar nicht für eine sofortige Aufstockung ein - aber wenn hierzu eine Entscheidung in den kommenden Wochen oder Monaten falle, sollte das Geld gleich dem vorübergehenden Schutzschirm beigesteuert werden, argumentierte Reynders.

          Bundesregierung dagegen

          Das bis 2013 geltende Paket hat ein Volumen von 750 Milliarden Euro. Die EU hat bereits auf das Geld zurückgegriffen, um die Schuldenkrise in Irland in den Griff zu bekommen. Die Finanzmärkte sind jedoch nicht von einem Ende der Krise überzeugt und viele Marktteilnehmer spekulieren bereits darauf, das Portugal und danach möglicherweise auch Spanien auf das Geld zurückgreifen müssen. Zuletzt wurde sogar Belgien selbst wegen seiner politischen Zerrissenheit als Wackelkandidat genannt.

          Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums wies die Äußerungen von Reynders zurück: „Es bleibt dabei: Es besteht keine Notwendigkeit, den Rettungsschirm zu erhöhen“, sagte sie.

          Reynders zufolge wächst jedoch im Internationalen Währungsfonds (IWF) die Unterstützung für eine Aufstockung, der sich bereits an dem Euro-Schutzschirm beteiligt. „Der IWF ist für einen größeren Mechanismus und sie sind bereit, dem Prozess zu folgen, falls wir uns in Europa darauf einigen“, sagte Reynders. Sein Land sieht Reynders zugleich in der Schuldenkrise gut aufgestellt. Belgiens Wirtschaft sei derzeit vor Problemen wie in Griechenland und Irland gewappnet.

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