Niedergang einer Branche : Prokon und die grüne Trümmerlandschaft
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Das Telefon von Thomas Mai steht nicht mehr still. Der Finanzfachmann der Verbraucherzentrale Bremen bekommt im Minutentakt Anrufe von Gläubigern des Windkraftanlagenfinanzierers Prokon, der am Mittwoch Insolvenz anmelden musste. „Gerade hatte ich jemanden am Apparat, der 200.000 Euro investiert hat“, sagt Mai. Der Selbständige habe die Genussrechtsanteile für sicher gehalten. „Und er wollte der Umwelt etwas Gutes tun“, sagt der Verbraucherschützer. Die Prokon Regenerative Energien GmbH hatte mit dem Versprechen von bis zu 8 Prozent Rendite 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. 75.000 Anleger sind der Versuchung erlegen. Wie viel Geld sie wiedersehen werden, ist unklar.
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