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Strafzölle der Trump-Regierung : Neue amerikanische Zölle für Import von deutschem Alu-Blech

  • Aktualisiert am

Um deutschen Stahl machen Amerikaner ein neues Fass im Handelsstreit auf. Bild: dpa

Lange war es im Handelsstreit ruhig. Jetzt aber verhängen die Vereinigten Staaten neue Strafzölle gegen Aluminium aus 18 Staaten – darunter aus Deutschland. Handelsminister Ross begründet die Entscheidung im Fernsehen.

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          Die amerikanische Regierung führt vorübergehend neue Strafzölle für die Einfuhr von Blechen bestimmter Aluminiumlegierungen aus Deutschland und 17 weiteren Staaten ein. Aus der Bundesrepublik wurden 2019 solche Produkte im Wert von rund 290 Millionen Dollar eingeführt – deutlich mehr als aus den anderen betroffenen Ländern.

          Das amerikanische Handelsministerium wirft Importeuren aus diesen Staaten Preisdumping vor. Insgesamt geht es demnach um Einfuhren im Wert von rund 2 Milliarden Dollar. Die neuen Zölle sollen sich nach der Höhe der angeblich künstlich niedrigen Einfuhrpreise richten.

          Zwar seien die Dumping-Vorwürfe nur vorläufig festgestellt worden, doch würden die Zölle, die Güter mit einem Volumen von knapp zwei Milliarden Dollar beträfen, sofort umgesetzt, kündigte Handelsminister Wilbur Ross am Freitag im Fernsehsender Fox Business Network an. Neben Deutschland sind in Europa unter anderem auch Italien und
          Spanien von den Strafmaßnahmen betroffen.

          Im Fall von Deutschland könnten das dem Ministerium zufolge zwischen 51 Prozent und 353 Prozent des Warenwerts sein. Der Zoll werde angewiesen, die vorläufige Gebühr bei der Einfuhr in bar zu erheben, hieß es. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig. Alle Parteien können sich nun dazu äußern, am 5. April nächsten Jahres soll final über die Zölle entschieden werden.

          Trump hatte im vorangegangenen Wahlkampf versprochen, das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten zu schmälern. Er erhöhte Zölle und verhandelte das Nordamerikanische Freihandelsabkommen neu. Doch seine Landsleute kauften im August nach den Ausgangsbeschränkungen mehr importierte Güter, während die ausländische Nachfrage nach Produkten schwach blieb.

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