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Pläne der EU-Kommission : Lässt Brüssel Eurobonds wiederaufleben?

Der Vorschlag der Kommission sieht vor, Staatsanleihen aus allen Eurostaaten im Verhältnis von deren Anteil am Kapital der Europäischen Zentralbank (EZB) zu bündeln. Bild: dpa

Die EU-Kommission plant die Förderung von sicheren europäischen Staatsanleihen. Die sollen so sicher wie Bundesanleihen sein. Muss die Gemeinschaft am Ende doch haften?

          3 Min.

          Die EU-Kommission macht ernst mit der Idee, sogenannte sichere europäische Staatsanleihen (Esbies) über eine neue EU-Rahmenregelung zu fördern. Finanzmarktkommissar Valdis Dombrovskis will in der kommenden Woche einen Verordnungsvorschlag für „von Staatsanleihen gedeckte Schuldtitel“ vorlegen, die im Kommissionsjargon „sovereign bonds backed securities“, kurz „SBBS“, heißen. Ein Entwurf liegt der F.A.Z. vor.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Der Vorschlag orientiert sich im Wesentlichen an Ideen, die 2011 von einer Gruppe europäischer Volkswirte um den Princeton-Ökonomen Markus Brunnermeier entwickelt wurden. Er sieht vor, Staatsanleihen aus allen Eurostaaten im Verhältnis von deren Anteil am Kapital der Europäischen Zentralbank (EZB) zu bündeln und dieses Bündel im Verhältnis von 70 zu 30 in zwei Teile aufzuteilen. Die Papiere im 70-Prozent-Topf sollen als „europäische sichere Anleihen“ (Esbies) verbrieft werden. Diesen Status verlören sie nur, wenn ein Eurostaat mehr als 30 Prozent seiner Anleihen nicht bedienen könnte. Die restlichen 30 Prozent würden als Junioranleihen (Ejbies) verbrieft. Sie sollen als Puffer für die „sicheren“ Anleihen dienen, da bei Zahlungsschwierigkeiten eines Eurostaates mit Ausfällen bis 30 Prozent nur die Käufer der „europäischen Junioranleihen“ betroffen wären.

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