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Konjunktur in Deutschland : Auf dem Teppich bleiben

Die Industrieproduktion in Deutschland zieht merklich an. Bild: dpa

Eine ganze Reihe von Konjunkturindikatoren fällt überraschend positiv aus. Ist der Lockdown etwa schon abgehakt? Keineswegs.

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          Kurz vor Weihnachten warten Konjunkturindikatoren mit einer frohen Botschaft auf: Der Lockdown ist hart, aber wohl weniger arg als gedacht. Das klang im November noch ganz anders. Die Industrie, bis zum Ausbruch von Corona krisengeplagt, eilt davon und erhält Aufträge im Überfluss. Selbst Dienstleister blicken weniger pessimistisch in die Zukunft.

          Ist der Lockdown schon abgehakt? Keineswegs. Stimmungsumfragen bieten eine gute Orientierung, sind aber oft genauso schnell überholt wie Prognosen. Man muss auf dem Teppich bleiben: Die Ruhe ist teuer erkauft, die Pandemie dauert an, Ende offen.

          Selbst wenn Frühling und Impfstoffe Lockerungen versprechen, lässt Corona die Verbraucher und die Wirtschaft noch viele Wochen im Ungewissen. Rückschläge drohen. Dass Unternehmen und sogar Banken „in erhebliche Schieflage geraten“, wie es die Ökonomen vom DIW im Fall von „weit in den Frühling“ reichenden Beschränkungen für möglich halten, kann niemand ausschließen. Das große Impfen steht noch aus. Und auch die starke Auslandsnachfrage nach deutschen Industriegütern ist leider kein Selbstläufer.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

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