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Carsten Knop

Kommentar : Griechenlands Entscheidung

  • -Aktualisiert am

Was ihre Entscheidung konkret bedeutet, wissen weder die Griechen noch der Rest Europas. Sicher ist: Das Einigungsprojekt wird an der griechischen Frage nicht scheitern.

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          Ob ja oder nun tatsächlich ein nein, die Griechen wissen nicht, was ihre Entscheidung nun konkret bedeutet. Auch der Rest Europas muss die Antwort noch finden; die Suche wird wieder aufreibende Verhandlungen nach sich ziehen.

          Abgestimmt wurde im wörtlichen Sinn über einen Vorschlag, den es gar nicht mehr gibt. Im übertragenen Sinn ging es um die Zukunft der Regierung in Athen, die Haltung gegenüber Brüssel, den europäischen Partnerländern, dem IWF. Und nun? Griechenland bleibt ein europäisches Land. Griechen arbeiten in ganz Europa, die Jugend studiert an europäischen Universitäten, Familien, deren Mitglieder im Ausland arbeiten, helfen sich.

          Auch Europa wird den Griechen weiter helfen. Das Einigungsprojekt wird an der griechischen Frage nicht scheitern. Sie sorgt aber dafür, dass sich die Europäer überlegen müssen, was sie wollen: Wie viel Macht soll Brüssel haben? Wie homogen muss ein Währungsraum sein? Noch ist es eine Debatte mit bindender Zentripetalkraft, die dafür sorgt, dass die Ideen in ihrer Bahn weiterhin um einen europäischen Kern kreisen und sich nicht verselbständigen. Gut wäre, wenn das so bliebe, auch außerhalb Griechenlands.

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          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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