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Peter Altmaier : Der Lockdown-Minister

  • -Aktualisiert am

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Bild: AFP

Dass in der Schweiz und Österreich trotz ähnlicher Infektionslage etliche Wirtschaftszweige bald wieder öffnen dürfen, gibt in Berlin kaum jemandem zu denken. Lieber werden die Hilfsprogramme noch mal erweitert.

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          Für Unternehmer aus dem Gastgewerbe und der Freizeitbranche muss sich der Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag wie Hohn angefühlt haben. Die Widerstandskräfte der deutschen Wirtschaft? Außerordentlich robust. Die Hilfsprogramme der Regierung? Eine Erfolgsgeschichte. Einige Bremsspuren durch den Lockdown gebe es zwar. Aber spätestens in einem Jahr soll die deutsche Wirtschaft die Corona-Einbußen wieder aufgeholt haben.

          Unter Industrieunternehmen mag man Altmaiers positive Sicht auf die Lage teilen. Sie profitieren davon, dass die Konjunktur in China und Amerika längst wieder läuft. Für die seit Monaten geschlossenen Betriebe hat Altmaier dagegen nur die vage Aussicht parat, dass es im Sommer vorsichtige Lockerungen geben soll.

          Dass in Nachbarländern wie der Schweiz und Österreich trotz ähnlicher Infektionslage und Kapazitäten im Gesundheitssystem etliche Wirtschaftszweige bald wieder öffnen dürfen oder gar nicht erst schließen mussten, gibt in Berlin kaum jemandem zu denken. Lieber werden die Hilfsprogramme noch mal erweitert, als den Betroffenen eine echte Perspektive zu geben.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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