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Jobgipfel in Berlin : 24 Milliarden Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit

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Ursula von der Leyen begrüßt ihren portugiesischen Amtskollegen Alvaro Santos Pereira. Bild: dpa

Die EU macht mobil: Zumindest der Wille ist groß, gemeinsam die teils hohe Jugendarbeitslosigkeit auf dem Kontinent zu verringern. Gut fünfeinhalb Millionen Menschen unter 25 Jahren sind auf Jobsuche.

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          Die Arbeits- und Sozialminister der 28 EU-Staaten haben angekündigt, entschlossen gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern vorgehen zu wollen. 24 Milliarden Euro aus EU-Mitteln sollen nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums dafür bereitstehen. In einer 17 Seiten umfassenden Erklärung nennen die Minister Beispiele für erfolgreiche Programme zur Integration junger Leute in den Arbeitsmarkt wie etwa Lohnkostenzuschüsse und eine bessere Verzahnung von schulischer und betrieblicher Ausbildung.

          An die Konferenz der Arbeitsminister sollten sich am Nachmittag Beratungen der Staats- und Regierungschefs von rund 20 EU-Mitgliedsländern im Kanzleramt anschließen, an denen auch die Arbeits- und Sozialminister teilnehmen sollen. Derzeit sind in der EU 5,6 Millionen junge Leute unter 25 Jahren arbeitslos. Besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Griechenland. Die Arbeitslosenrate der jungen Leute liegt dort deutlich über 50 Prozent liegt - allerdings sind dabei zum Beispiel auch Studenten eingerechnet, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.

          Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sollen auf EU-Ebene nach Angaben aus dem Bundesarbeitsministerium ab sofort 18 Milliarden Euro abrufbar sein, die aus bisherigen Strukturfonds nicht abgeflossen sind. Bisher war von 16 Milliarden Euro die Rede, von denen laut der Minister-Erklärung bis zum Jahr 2015 rund 780.000 junge Menschen und 55.000 Firmen profitieren sollen.

          Warnungen vor zu hohen Erwartungen

          Vom kommenden Jahr an sollen weitere sechs Milliarden Euro bereitstehen, auf die sich der jüngste EU-Gipfel im Rahmen der neuen Finanzplanung für die Jahre 2014 bis 2020 verständigt hatte. Sie dienen zur Finanzierung einer „Initiative für Jugendbeschäftigung“ für Regionen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit mehr als 25 Prozent beträgt.

          Die davon profitierenden Mitgliedstaaten sollen nach der Vereinbarung vom Mittwoch „bis zum Jahresende einen Plan verabschieden, der die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, auch mittels Umsetzung der ,Jugendgarantie', zum Inhalt hat“. Die vor geraumer Zeit von der EU beschlossene Jugendgarantie sagt jungen Leuten zu, dass sie innerhalb von vier Monaten nach ihrem Schulabschluss oder der Arbeitslosmeldung eine Ausbildung, eine Qualifizierung oder eine Beschäftigung haben sollen.

          Die Chefs der nationalen Arbeitsagenturen verabschiedeten am selben Tag in Berlin Empfehlungen für eine effiziente Arbeitsverwaltung und kurzfristige Maßnahmen. Sie warnten aber vor überzogenen Erwartungen an eine rasche Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit. Arbeitsmarktpolitik könne „in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit schwacher Arbeitskräftenachfrage nur einen kleinen Beitrag zum Arbeitsmarktausgleich leisten“.

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