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Prognose korrigiert : IWF sieht Weltwirtschaft vor einem schlimmen Jahr

  • -Aktualisiert am

Droht jetzt die Rezession? Ja, befürchtet der IWF Bild: dpa

Der Weltwährungsfonds sagt voraus, dass die Industrieländer erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam in eine Rezession gleiten. Die deutsche Wirtschaft werde kommendes Jahr um 0,8 Prozent schrumpfen. Im Oktober hatte der IWF noch eine Stagnation erwartet.

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          Die Weltwirtschaft wird kommendes Jahr in eine Rezession gleiten. Besonders hart trifft es die entwickelten Industrienationen, darunter auch Deutschland. Ihre Wirtschaftsleistung wird zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs über ein gesamtes Jahr hinweg schrumpfen. Zu dieser düsteren Einschätzung gelangt der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer aktualisierten, außerplanmäßigen Fassung seines Weltwirtschaftsberichts. Darin appelliert der Fonds eindringlich an Regierungen rund um die Welt, rasch zusätzliche Programme zur Stützung der Konjunktur zu beschließen.

          Der IWF hat unter dem Eindruck der schweren Finanzkrise und einem schwindenden Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen in zahlreichen Ländern seine Wachstumsprognosen noch einmal deutlich nach unten korrigiert. „Ich fürchte, ich bin wieder einmal der Überbringer schlechter Nachrichten“, sagte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard bei der Vorstellung des Berichts am Donnerstag. In den vergangenen Wochen hätten sich die Hinweise auf einen scharfen Nachfragerückgang in den entwickelten Volkswirtschaften verstärkt, und durch die Finanzkrise habe sich der Zugang vieler Schwellenländer zu den internationalen Kapitalmärkten verschlechtert. Das habe die Revision der Prognose notwendig gemacht, sagte Blanchard.

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