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Hilfskredite : IWF drängt Eurozone zu Schuldenerleichterungen für Griechenland

  • Aktualisiert am

Christine Lagarde Bild: dpa

Der IWF pocht weiter auf erhebliche Schuldenerleichterungen für Athen. Die Länder der Eurozone sollen offenbar Hilfskredite bis 2040 zins- und tilgungsfrei stellen.

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          Der Internationale Währungsfonds ist im Ringen um ein neues Hilfspaket für Griechenland einem Zeitungsbericht zufolge mit einem neuen Vorschlag vorgeprescht. Die Länder der Eurozone sollen Griechenlands Hilfskredite in Höhe von bisher rund 200 Milliarden Euro demzufolge bis 2040 zins- und tilgungsfrei stellen.

          Danach sollen die Kredite dem Vorschlag zufolge schrittweise fällig werden, teils erst 2080, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf mit der Materie vertraute Personen. Dies würde den griechischen Schuldendienst unter einer Quote von 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes halten.

          Der IWF ist derzeit noch nicht an einem dritten Hilfspaket für Griechenland in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro beteiligt. Vor allem Deutschland, Finnland und die Niederlande pochen auf eine Beteiligung des Fonds.

          Die deutsche Regierung hatte dem Bundestag zugesagt, der IWF werde sich weiter am Hilfsprogramm für Griechenland beteiligen. Der IWF will sich aber nur beteiligen, wenn dem Land weitere Schuldenerleichterungen zugestanden werden, weil er die Schuldenlast insgesamt für nicht tragfähig hält.

          Die Bundesregierung lehnt bislang weitere Schuldenerleichterung ab. Griechenland wurden in der Vergangenheit schon über 100 Milliarden Euro Schulden erlassen, zudem wurden Zinsen gesenkt und die Laufzeiten von Krediten verlängert.

          Ein Lösung soll bis Juli gefunden sein, wenn ein Teil der griechischen Kredite zur Rückzahlung fällig wird. Die Eurogruppe tagt am 24. Mai zum Thema.

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