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Institut für Weltwirtschaft : Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit lässt zu wünschen übrig

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Großwäscherei: Besser keine Gehaltserhöhungen in der deutschen Wirtschaft. Bild: ZB

Die Lohnstückkosten in Deutschland steigen. Dafür büßt die Bundesrepublik an Wettbewerbsfähigkeit ein. Die deutsche Wirtschaft sollte sich bei Gehaltserhöhungen zurückhalten.

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          Die deutsche Wirtschaft ist laut dem arbeitgebernahen Institut IW Köln in Sachen Wettbewerbsfähigkeit zurückgefallen und sollte sich bei Gehaltserhöhungen zurückhalten. Die Lohnstückkosten - also das Verhältnis von Arbeitskosten zur Produktivität - stiegen in Deutschland im Schnitt zwischen 1991 und 2014 jährlich um 0,5 Prozent, wie das Institut am Montag mitteilte. Im Ausland sanken sie dagegen um 0,1 Prozent. Vor allem in Japan, Schweden, den Vereinigten Staaten und Finnland haben sich die Kosten demnach deutlich verringert. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit sei in den vergangenen Jahren erodiert, kritisierte IW-Direktor Michael Hüther. Es bestehe kein Grund, von Deutschland weiterhin eine expansive Lohnpolitik einzufordern.

          „Die Tarifparteien sollten daher den Verteilungsspielraum, der durch die niedrigen Preissteigerungsraten und die schwache Produktivitätsdynamik eng begrenzt ist, nicht überziehen“, sagte Hüther. Jüngst wurden nicht näher genannte Vertreter der Bundesbank-Führung mit den Worten zitiert: „Wir wünschen uns eine starke Drei vor dem Komma in diesem Jahr.“ Die Lohnentwicklung sei 2015 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daher seien 2016 aus geldpolitischer Sicht noch kräftigere Zuwächse wünschenswert. Die Bundesbank erklärte auf Anfrage, sie gebe keine Empfehlungen für Tarifverhandlungen. Die Aussagen entsprächen überdies nicht der Position der deutschen Zentralbank.

          Bei den Arbeitgebervertretern hatte der Bericht hohe Wellen geschlagen. Der Chef von Südwestmetall, Stefan Wolf, nannte die kolportierte Forderung nach einem Lohnplus von deutlich mehr als drei Prozent unverantwortlich. Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sollte sich durch den begrenzten Verhandlungsspielraum „eher eine Zahl unter drei Prozent“ ergeben. Der Vorstand der IG Metall wird am 2. Februar für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie eine Forderungsempfehlung abgeben.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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