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Geldentwertung : Inflation in der Türkei steigt auf 16 Prozent

  • Aktualisiert am

Recep Tayyip Erdogan ist Präsident der Türkei Bild: dpa

Die Preissteigerungen in der Türkei nehmen beängstigende Höhen an. Der ehemalige Notenbankchef hatte zuletzt versucht, mit Zinserhöhungen gegenzuhalten – und wurde daraufhin von Präsident Erdogan entlassen.

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          Die Inflation in der Türkei steigt weiter an. Im März habe die Inflationsrate bei 16,2 Prozent gelegen teilte das türkische Statistikamt am Montag mit. Im Februar waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 15,6 Prozent gestiegen.

          Deutlich teurer werden vor allem Lebensmittel. Die Preise stiegen im März auf Jahresbasis um 17,4 Prozent. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit und einer dritten Corona-Welle, mit der die Türkei wie sehr viele andere Nationen zurzeit kämpft, erschwert das die Situation für die Menschen im Land weiter.

          Der ehemalige Notenbankchef Naci Agbal hatte versucht, mit starken Zinserhöhungen die Lage in den Griff zu bekommen. Vor rund zwei Wochen erhöhte er den Leitzins überraschend deutlich um 2 Prozentpunkte auf 19 Prozent – und wurde daraufhin von Präsident Recep Tayyip Erdogan entlassen. Die Lira stürzte ab. Mit Spannung wird nun die erste Notenbanksitzung unter dem neuen Vorsitzenden Sahap Kavcioglu in der kommenden Woche erwartet.

          Erdogan ist ein Gegner hoher Zinsen. Er vertritt die Ansicht, dass hohe Zinsen die Inflation in die Höhe treiben. Nach einhelliger Meinung der Fachleute ist jedoch das Gegenteil richtig: Wenn die Zinsen steigen, nehmen weniger Menschen einen Kredit auf. Dies führt zu niedrigeren Ausgaben und in der Folge einer sinkenden Inflation.

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