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Inflation : Preise sind 2019 schwächer gestiegen als zuvor

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Verbraucher können sich von ihrem Geld mehr kaufen. Bild: dpa

Verbraucher können sich von ihrem Geld mehr kaufen: Die Inflation hat im vergangenen Jahr nachgelassen. Das dürfte die Menschen in Deutschland besonders aus einem weiteren Grund freuen.

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          Die Preise von Gütern des täglichen Bedarfs haben sich für Verbraucher 2019 nicht so stark verteuert wie im Vorjahr. Im Schnitt lag die Inflationsrate im vergangenen Jahr bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in seiner ersten Schätzung mitteilte. Für 2018 hatte die Wiesbadener Behörde noch eine Teuerungsrate von 1,8 Prozent errechnet.

          Damit entfernte sich die Inflationsrate von der Zielmarke von 2 Prozent, welche die Europäische Zentralbank anstrebt. Die EZB peilt für die Euro-Zone diese Teuerung an, weil sie diese als ideal für die Konjunktur erachtet.

          Die niedrigere Inflation dürfte Verbraucher insbesondere freuen, weil trotz der lahmenden Konjunktur auch die Löhne in Deutschland kräftig zugelegt haben. Im Sommerquartal 2019 lagen die Löhne im Durchschnitt 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt kurz vor Weihnachten mitteilte.

          Für Beschäftigte im Osten verzeichnete die Statistik sogar Lohnsteigerungen von nominal 4,3 Prozent. Zusammen mit der niedrigen Inflation beschert dies den Arbeitnehmern eine deutlich steigende Kaufkraft: Die Statistiker ermittelten den stärksten Reallohnanstieg seit dem Frühjahr 2016.

          Im Dezember 2019 stiegen die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat. Zum Jahresende dämpften vor allem etwas günstigere Energie- und Kraftstoffpreise die Inflation, während sich etwa Nahrungsmittel und Mieten spürbar verteuerten.

          Mit der vorläufigen Rate von 1,4 Prozent für 2019 liegt die Inflation unter der Prognose der Wirtschaftsweisen, die einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent vorhergesagt hatten. Nach der Schätzung will das Statistische Bundesamt am 16. Januar seine endgültigen Berechnungen vorlegen.

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