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Ifo-Index fällt abermals : „Anzeichen für eine Rezession mehren sich“

  • Aktualisiert am

Blick auf das Container-Terminal Bremerhaven Bild: dpa

Die Wirtschaft schwächelt, auch wegen internationaler Risiken. Besserung scheint nicht in Sicht – das verdeutlicht der Blick auf den Ifo-Index.

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          Die deutsche Wirtschaft steuert immer stärker auf eine Rezession zu: Die Stimmung in ihren Chefetagen verschlechterte sich im August nicht nur den fünften Monat in Folge, sondern fiel zugleich so schlecht aus wie seit November 2012 nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank um 1,5 auf 94,3 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. „Die Anzeichen für eine Rezession in Deutschland mehren sich“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

          Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage schlechter. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate werden skeptischer gesehen. Die Stimmung kühlte sich sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern, im Handel und in der Baubranche ab. „Die Industrie steckt bereits in einer Rezession“, sagte Ifo-Fachmann Klaus Wohlrabe zu Reuters. „Die Dienstleister ziehen jetzt nach, insbesondere die unternehmensnahen. Der Bereich Transport und Logistik etwa spürt besonders, dass die Industrieaufträge ausbleiben.“

          „Exportabhängigkeit wird zum Bumerang“

          Fachleute machen dafür vor allem die schwache Weltkonjunktur verantwortlich. „Der stetig eskalierende Handelsstreit, die zunehmende Gefahr eines ungeregelten harten Brexits und nun auch die Regierungskrise in Italien sind zuviel für die an sich starken Schultern der deutschen Industrie“, sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. „So bitter es klingt, die Exportabhängigkeit der deutschen Volkswirtschaft wird derzeit zum Bumerang“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. „Die Bundesregierung täte gut daran, jetzt in die Infrastruktur kräftig zu investieren.“

          Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Frühjahr um 0,1 Prozent. Geht es im Sommer das zweite Quartal in Folge bergab, wird von einer Rezession gesprochen. Die Bundesbank hält das für möglich. „Die deutsche Konjunktur bleibt voraussichtlich auch im Sommer 2019 schwunglos“, heißt es im aktuellen Monatsbericht. „Die gesamtwirtschaftliche Leistung könnte erneut leicht zurückgehen.“ Wohlrabe erwartet für das dritte Quartal bestenfalls eine Stagnation.

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