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Wirtschaftshistoriker Ritschl : „Ein Einbruch des BIP um 20 Prozent ist nicht ausgeschlossen“

Albrecht Ritschl lehrt an der London School of Economics. Bild: ddp/intertopics/eyevine/Micha Th

Der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl warnt, die Corona-Krise könne so schlimm werden wie die Weltwirtschaftskrise der frühen dreißiger Jahre. Und er sagt, worauf es jetzt ankommt.

          2 Min.

          Herr Ritschl, gibt es historische Vorbilder für unsere heutige Situation?

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          Am ehesten kommen die Spanische Grippe der Jahre 1918/1919 oder die Cholera-Epidemien des 19. Jahrhunderts in Frage. Aber diese Vergleiche sind unpräzise. Jede Situation ist anders.

          Wie schlimm wird uns die Krise wirtschaftlich treffen?

          Sie kann so schlimm werden wie die Weltwirtschaftskrise der frühen dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts oder die Versorgungsengpässe am Ende der beiden Weltkriege. Selbst ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 20 Prozent ist nicht völlig ausgeschlossen. Das wäre weitaus schlimmer als die Rezession nach der Großen Finanzkrise vor gut zehn Jahren.

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