https://www.faz.net/-gqe-84bgh
 

Griechenlands Schuldenkrise : Profis aus Athen

  • -Aktualisiert am

Geschickt führt die angeblich unerfahrene griechische Regierung die Gläubiger vor. Zugleich treibt sie die Kosten für einen Grexit in die Höhe. Da fragt man sich, wo eigentlich die wirklich abgezockten Politiker sitzen.

          1 Min.

          Seit Anfang des Jahres ist in Athen die links-rechte Radikalregierung im Amt und hält die internationale Gläubigergemeinschaft hin, die dem Land unfassbare 325 Milliarden Euro geliehen hat. Geschickt führt eine angeblich unerfahrene Regierung die Gläubiger vor, während sie die Kosten für einen Grexit in die Höhe treibt.

          Längst hätte Athen Kapitalverkehrskontrollen einführen müssen, wie zuvor Zypern. Doch griechische Bürger und Unternehmen können weiter Geld bei Banken leihen und ins Ausland überweisen. Träte Hellas aus dem Euro aus, wäre das Auslandsvermögen sicher. Es gibt ja Gründe, warum auch die neue Regierung kein Interesse an den Fluchtmilliarden in der Schweiz hat.

          Ähnlich verhält es sich, wenn die Leute Bargeld bunkern. Auch das wäre vor dem Umtausch in eine neue Drachme sicher. Um wie viel Geld es geht, rechnet Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut vor. Der griechische Überziehungskredit in Form von Targetsalden der Europäischen Zentralbank liegt bei 100 Milliarden Euro und die Bargeld-Überschusshaftung über Ela-Notliquidität der EZB bei 43 Milliarden. Fragt sich, wo die Verhandlungsprofis und die wirklich abgezockten Politiker sitzen: in Brüssel, Berlin oder Athen?

          Weitere Themen

          Wenn Bruno auf die Couch muss

          Depressive Hunde : Wenn Bruno auf die Couch muss

          Schweißpfoten und eingezogener Schwanz: Auch Hunde haben Ängste. Wird es zu schlimm, können sie zum Psychotherapeuten.

          Topmeldungen

          Markus Söder beim Parteitag der CSU in Nürnberg

          CSU-Chef im Wahlkampf : Markus Söder, der Antibayer

          Ganz Deutschland, so sagen es die Umfragen, hätte lieber Markus Söder als Armin Laschet zum Kanzler. Ganz Deutschland? Nein, die Bayern mögen ihn nicht.
          Maximilian Schulz in seiner Wohnung

          Studium als Rollstuhlfahrer : „Mir war immer egal, wenn Leute glotzen“

          Maximilian Schulz aus München über sein Studium im Rollstuhl, selbstverordnete Quarantäne, eine schlimme Phase in seinem Leben, nette und böse Mitmenschen, das nervende Thema Krankheit und warum ihn Impfgegner rasend machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.