https://www.faz.net/-gqu-81zh7

Kreditraten : Bald muss Griechenland wieder zahlen

  • Aktualisiert am

Griechische Flaggen vor dem Parlament in Athen. Bild: dpa

Griechenland hat seine jüngste Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds bezahlt. Doch die nächsten Zahlungstermine kommen schon.

          1 Min.

          Diese Hürde scheint genommen: Nach eigenen Angaben hat die griechische Regierung am Donnerstag ihre Kreditrate von rund 450 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds bezahlt.

          Das war lange umstritten. Regierungsmitglieder hatten öffentlich bestritten, dass sie das Geld zahlen, die Renten gingen ihnen vor. Andere Regierungsmitglieder hatten beteuert, Griechenland werde zahlen. Am Mittwoch kam dann die Nachricht: Private Kreditgeber hatten der Regierung noch mal eine starke Milliarde für ein halbes Jahr geliehen, mehr als der Internationale Währungsfonds haben wollte. Möglicherweise kam das Geld großteils von griechischen Banken.

          So geht das seit Wochen, hin und her. Und keiner weiß wirklich, wie lange dem Land das Geld noch reicht. Sicher ist: Die nächsten Zahlungstermine stehen schon an.

          Schon nächste Woche muss das Land insgesamt 2,4 Milliarden Euro an kurzfristigen Krediten zurückzahlen, in der Folgewoche kommen rund 200 Millionen Euro an Zinsen auf die ausstehenden Anleihen.

          Der größte Batzen kommt allerdings im Juni und Juli. Zwischen dem 12. Juni und dem 20. Juli stehen Rückzahlungen von insgesamt 13 Milliarden Euro an – das sind auch mehr als die sieben Milliarden, die im Hilfspaket von Europäern und Internationalem Währungsfonds noch ausstehen. Rund drei Milliarden Euro müsste Griechenland an die EZB zurückzahlen, die angekündigt hat, dann weitere Griechenland-Anleihen zu kaufen. Ob diese Transaktion funktioniert, kann heute aber noch niemand sagen. Oder auch nur sicher sein, dass Griechenland bis in den Sommer kommt.

          Griechenland : Athen zahlt Kreditrate

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fernsehduell vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (links), SWR-Chef Fritz Frey und CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf

          Dreyer und Baldauf im TV-Duell : Ziemlich bissige Kandidaten

          In rund einer Woche wählt Rheinland-Pfalz. Im Fernsehduell bringt Ministerpräsidentin Dreyer den CDU-Spitzenkandidaten Baldauf kurz in Erklärungsnot. Die Bilanz ihrer Regierung ist allerdings auch nicht perfekt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.