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Tsipras reist nach Russland : Billigeres Gas gegen russischen Einfluss

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Der Kreml in der Abenddämmerung Bild: Brigitte Scherer

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras trifft diese Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Neben weiteren Krediten könnte Putin Tsipras billigere Gaspreise bieten. Im Gegenzug hofft Putin auf Beteiligungen.

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          Bei dem geplanten Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in Moskau könnte Russland einem Zeitungsbericht zufolge Preisrabatte auf Gaslieferungen anbieten. Präsident Wladimir Putin dürfte der klammen Athener Regierung zudem weitere Kredite in Aussicht stellen, berichtete die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag unter Berufung auf einen Moskauer Regierungsvertreter.

          Als Gegenleistung habe Putin Anteile an griechischem Staatsbesitz im Auge. Um welche Kredite und Beteiligungen es geht, wurde zunächst nicht bekannt. Tsipras werde am Donnerstag mit Putin zusammenkommen, berichtete das Blatt weiter. Der russische Gas-Monopolist Gasprom und das Energieministerium in Moskau lehnten eine Stellungnahme ab.

          Dem russischen Präsidialamt zufolge soll es bei den Gesprächen um die Wirtschaftsbeziehungen zu Griechenland sowie um die EU-Sanktionen gegen Russland gehen. Zu möglichen Finanzhilfen für Griechenland hielt sich die Moskauer Regierung bisher bedeckt. Die Verhandlungen der Regierung in Athen mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über neue Rettungsgelder waren bislang erfolglos. Russland dringt auf eine Aufhebung der im Streit über den Ukraine-Konflikt verhängten Sanktionen und sucht dazu Unterstützung bei EU-Staaten, besonders in Ungarn und Griechenland.

          Zur Zeit zahlt Athen einen höheren Preis für russisches Gas als die übrigen europäischen Länder. Erst vor zwei Wochen war der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis im Kreml vorstellig geworden. Unter anderem ging es bei seinem Besuch um niedrigere Gaspreise.

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