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Wahl in Griechenland : Neue Umfrage sieht Konservative knapp vorne

  • Aktualisiert am

Evangelos Meimarakis im Wahlkampf in Athen. Bild: dpa

Am Sonntag wählen die Griechen. Für Alexis Tsipras dürfte es knapp werden. Eine neue Umfrage sieht seinen konservativen Rivalen Meimarakis ganz knapp vorne.

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          Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Griechenland sieht eine Umfrage einen hauchdünnen Vorsprung für die konservative Partei Nea Dimokratia vor der linken Syriza-Partei. In der am Freitag veröffentlichten Befragung des Instituts Metrisi für die Zeitung „Eleftheros Typos“ entfielen auf die Nea Dimokratia 28,5 Prozent. Die linke Syriza von Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras kann demnach mit 27,1 Prozent der Stimmen rechnen. Auf dem dritten Platz sieht die Umfrage die Neonazi-Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) mit 5,6 Prozent. Es folgen die Kommunistische Partei KKE mit 5,4 und weit abgeschlagen Pasok mit 5,1 Prozent. Die von der Syriza im Streit um das Sparprogramm abgespaltene Linkspartei Volkseinheit (LAE) liegt bei 3,2 Prozent.

          Die Wähler wurden zwischen dem 15. und 17. September befragt und damit nach dem TV-Duell zwischen Tsipras und dem Nea-Dimokratia-Vorsitzenden Evangelis Meimarakis. Insgesamt deuten die bisherigen Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Wahl am Sonntag hin.

          Tsipras war im August vom Amt zurückgetreten, nachdem er angesichts der drohenden Staatspleite doch noch seine Unterschrift unter ein neues mit den internationalen Gläubigern ausgehandeltes Hilfs- und Reformprogramm gesetzt hatte. Von der Neuwahl erhofft er sich eigentlich ein überzeugendes neues Mandat.

          Evangelos Meimarakis, der Vorsitzende der Nea Dimokratia, hat auf der Abschlussveranstaltung seiner konservativen Partei eine "nationale Regierung" für sein Land gefordert. Auf dem Athener Omoniaplatz gab sich Meimarakis vor tausenden Nationalfahnen schwenkenden Anhängern am Donnerstagabend siegesgewiss. Da aber am Sonntag wohl keine Partei die absolute Mehrheit erringen werde, setze er sich dafür ein, ein nationales Team zu bilden, sagte Meimarakis. Dieses solle das krisengeschüttelte Land auf den Weg der "Normalität" zurückbringen. Abermals forderte Meimarakis den am 20. August zurückgetretenen Regierungschef Alexis Tsipras von der Syriza-Partei auf, mit ihm zusammen eine große Koalition zu bilden. Tsipras lehnte dies während des Wahlkampfs immer wieder ab.

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